Thomas – amgolfers BLOGzine http://www.amateurgolfer.info Blog und Magazin über ... Golf und Reisen Sun, 22 Sep 2019 17:17:59 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.3.2 Der Multi-Golfkalender 2019 vom PAR Verlag http://www.amateurgolfer.info/2018/12/02/der-multi-golfkalender-2019-vom-par-verlag/ Sun, 02 Dec 2018 17:49:01 +0000 http://www.amateurgolfer.info/?p=2692
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Wer sich laufend auf Golfplätzen tummelt, denkt bestimmt: Wozu brauche ich die Bilder eines Golfkalenders? Ich habe doch immer so schöne Plätze vor Augen. Das stimmt ja nur bedingt, denn irgendwann geht es auch mal wieder nach Hause. Und was wartet dort an der Wand? Der bestimmt wertigste und schönste Golfkalender, der hierzulande gegen Geld zu haben ist. Jedes Jahr aufs Neue erscheint nämlich der Kalender „Deutschlands schönste Golfplätze“ vom Verlag PAR aus Moringen nahe Göttingen – und nun schon zum 19. Mal.

Schönste Ansichten und Rabatte inklusive

Immer wieder toll anzusehen sind die vom Fotografen und Golfer Ralph Dörnte ausgesuchten Fotos der von ihm persönlich besuchten Golfplätze. Und dies sogar im wahren Breitbildformat von 62 x 42 Zentimetern auf besonders edler, etwas matt und ein wenig glänzender, fester Papieroberfläche. Auch im neuen „Golf 2019 – Deutschlands schönste Golfplätze“ hatte aber er selbst bestimmt wieder das Problem, aus einer Fülle von Bildern die auswählen zu müssen, die in den neuen Kalender aufgenommen werden. Gemauschel unter der Hand gibt es hierbei nicht, denn die Golfclubs können sich eine Abbildung im oder Aufnahme in den Kalender nicht erkaufen – lobenswert.

Der Golfkalender 2019 - in nun schon der 19. Ausgabe - glänzt im großen Panoramaformat oder als kleiner Mini-Golfkalender

Der Golfkalender 2019 – in nun schon der 19. Ausgabe – glänzt im großen Panoramaformat oder als kleiner Mini-Golfkalender

Kreuz und quer durch Deutschland ging auch diesmal wieder die weitschweifende Fahrt des Fotografen, wie in jedem Jahr: von West (Düsseldorf) nach Ost (Dresden) und von Nord (Fehmarn) nach Süd (Maxlrain bei Rosenheim). Die auch abgebildeten Plätze des „Golf- und Country Club am Hockenberg“ südlich Hamburgs sowie den „GC Verden“ unweit von Bremen habe ich wieder erkannt, weil selbst schon besucht. Bestimmt, weil sich der Herausgeber des Kalenders unter den vielen Fotos nicht entscheiden kann, gibt es seit des letzten Jahres zusätzlich eine kompakte Variante des großen Wandkalenders: den Mini-Golf 2019 im Kleinformat der Größe 21 x 21 Zentimeter, der fast überall seinen Platz finden wird und die Fotos des Hauptkalenders ergänzt.

Für jeden abgebildeten Golfplatz im Kalender gibt es nun einen Gutschein in Form verschiedener Nachlässe

Für jeden abgebildeten Golfplatz im Kalender gibt es nun einen Gutschein in Form verschiedener Nachlässe

Wie es der regelmäßige Käufer des Kalenders schon kennt und fast erwartet, sind am Ende des Wandkalenders wieder Infokarten zu allen abgebildeten Clubs zu finden. Ralph Dörnte findet immer die richtigen Worte, in diesen abtrennbaren Karten eine eigene kleine Platzbeschreibung samt weiterer Fakten zu komprimieren. Und nicht nur das. Die Konkurrenz schläft nicht, der Verlag PAR aber auch nicht. In der Kalenderausgabe für 2019 haben die Infokarten nun einen Doppelnutzen: Zu jedem im Kalender abgebildeten Golfclub gibt es einen Rabatt aufs Greenfee – in Form eines real monetären Nachlasses oder einer ordentlichen prozentualen Ermässigung. Teils sind diese Rabatte sogar an Wochenenden gültig oder – hervorzuheben – auch durch Einzelspieler einlösbar, denn nicht jeder ist immer zu Zweit auf Golftour.

Für die Golfanlage Rottbach sowie den G&CC Am Hockenberg sind jeweils ein 2für1-Gutschein einlösbar (zwei Greenfees zum Preis von einem, von Montag bis Freitag).

Welche Challenge könnte der wahre Golfjunkie nun starten? Alle Plätze des Kalenders 2019 samt der Nachlässe abarbeiten! Das, über ganz Deutschland verteilt, zu schaffen wäre aber recht ambitioniert und wohl am Kilometerzähler des Autos zehrend.

Der Golfkalender 2019 enthält auch wieder die Daten der wichtigsten Profiturniere auf einen Blick, Feiertage sowie die Kalenderwochen. Als praktische Zusatzinfo befindet sich auf jedem Kalenderblatt, neben der Angabe zum Platz samt Spielbahn, eine kleine Übersichtskarte Deutschlands, in der ein kleiner Punkt die Lage des abgebildeten Platz markiert – zur besseren Planung und Organisation der Challenge ;-).

Der Käufer des Wandkalenders bekommt auch praktisch noch zwei weitere Kalender hinzu: Auf einem Zusatzblatt befindet sich ein kleiner Aufstellkalender zum Heraustrennen sowie noch ein größerer Jahresplaner, auf dem sich bequem alle anstehenden Termine des Jahres eintragen lassen: vom eigenen Golfturnier über den Hochzeitstag bis zu Omas 85stem.

Bezugsquellen, Preise und Services

Und wie nun schon seit Jahren finden sich auf der Internetseite der Verlages als Service wieder kostenlose Bildschirmschoner mit Motiven der Plätze des aktuellen Golfkalenders sowie jeden Monat neue Hintergrundbilder für den Computerbildschirm in verschiedenen Formaten mit oder ohne Kalendarium.

Eine Übersicht aller Monatsblätter aus dem großen als auch auch dem Mini-Kalender des Jahres 2019 sind, wie immer, auf der Website des Verlages zu finden.

Auch im Jahr 2019 lockt der Wandkalender mit seinen tollen Fotos zur Entdeckung neuer Plätze

Auch im Jahr 2019 lockt der Wandkalender mit seinen tollen Fotos zur Entdeckung neuer Plätze

Seit der Ausgabe für das Jahr 2018 erhielt der große Panoramakalender nun noch einen Ableger im quadratischen Kleinformat der Größe 21 x 21 Zentimeter: der niedliche Mini-Golf 2019 für nur 7,50 Euro. Als kompakter Wandkalender oder mit dem ausklappbaren Standfuß aufgestellt kann der Kalenderfan nun noch weitere ausgesuchte Fotos des Hauptkalenders von Ralph Dörnte genießen – oder kann die kleine Ausführung als Geschenk einsetzen. Golfer/innen würden sich freuen, Nicht-Golfer aber wohl auch …

Wie schon fast zu einer festen Einrichtung geworden, kann der Jahreskalender versandkostenfrei auf Rechnung zum Preis von 29,90 Euro über die Website www.golfkalender.de direkt beim Verlag PAR (Telefon: 05554-995 94 28, Fax: 05554-995 94 29) bestellt oder auch herkömmlich im Buchhandel wie alternativ auch Online (ISBN 978-39813570-8-0) erworben werden.

Wer gleich zwei Kalender direkt beim Verlag bestellt, erhält diese versandkostenfrei für dann nur 27,50 Euro pro Exemplar zugesandt. Als sogenanntes Kalender-Duo ist der große Wandkalender plus dem kleinen Mini-Golf 2019 für reduziert 34,- Euro (statt 37,40 Euro) zu haben.

Ein neues Angebot ist auf der allerletzten Seite des großen Kalenders zu finden: Wer als Dauerkunde sowieso die Absicht hat, den Kalender auch im Folgejahr kaufen zu wollen, schickt die vorhandene Postkarte ab und bekommt den Golfkalender 2020 – sobald in 2019 verfügbar – zum Treuepreis von schmalen 27,50 Euro pro Stück (ab zwei Stück sogar nur je 25.- Euro). Wenn das nicht mal ein Lockangebot ist, das andere Anbieter nachdenklich machen sollte ?! ;-)

Text: Thomas Klages, Abbildungen: Verlag PAR

amgolfers BLOGzine wurden die obigen Kalender zur Ansicht zur Verfügung gestellt. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte ich ihn/sie aus schon langjährig anhaltender Überzeugung wieder auf herkömmliche Art gekauft. Somit: Vielen Dank an den Verlag.

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Profi-Golf: Alle Scores in nur einer App http://www.amateurgolfer.info/2018/08/18/golfturniere-der-profis-alle-scores-in-nur-einer-app/ Sat, 18 Aug 2018 16:09:23 +0000 http://www.amateurgolfer.info/?p=2653
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Wer sich, wie ich, für die weltweiten Turniere der Golfprofis interessiert, kann sich auf den Webseiten der austragenden Touren die aktuellen Spielverläufe ansehen. Unterwegs bietet es sich an, die Turnierstände der US PGA-Tour, der European Tour oder der LPGA-Tour der Damen auf den mittlerweile für Mobilgeräte optimierten Seiten anzusehen. Die PGA- wie auch die LPGA-Tour stellen in den App-Stores für Geräte von Apple oder für Android-basierte Geräte im Google Play Store auch eigene Applikationen zur kostenlosen Nutzung zum Download bereit. Nur die European Tour (Herren) setzt für Android-Geräte immer noch auf eine ‚nur‘ browserbasierte Lösung als Pseudo-App.

Golf Live 24-App als kompakte Lösung

Mitunter ist es etwas müßig, sich wieder und wieder im App-Store eine aktualisierte Version herunterladen zu müssen – damit alles rund läuft. Auch kann es sein, dass die eigenen Einstellungen in der App danach wieder geprüft werden müssen, weil dort vielleicht Alarme oder Hinweise zu Turnierstarts oder Spielern zurückgesetzt wurden.

Alle laufenden Turniere, die dazugehörigen Leaderboards als auch eine eigene Favoritenliste bringen den App-Nutzer schnell auf den neuesten Ergebnisstand

Alle laufenden Turniere, die dazugehörigen Leaderboards als auch eine eigene Favoritenliste bringen den App-Nutzer schnell auf den neuesten Ergebnisstand

Vor einigen Monaten jedoch wurde ich, nach wiederholten Sucheskapaden, doch endlich fündig und entdeckte im Google Play Store die App Golf Live 24 – golf scores. Diese App ist genau das, was mir genügt, um sogar mehr als die grundlegenden Infos zu allen laufenden Golfturnieren aller Touren weltweit im Auge zu behalten: eine All-in-One Lösung.

Diese kostenlose App ist von der Dateigröße her noch recht zurückhaltend und unter dem Suchbegriff golflive24 recht schnell in den Stores auffindbar. Einziges Zugeständnis dieser Gratis-App ist ein kleines Werbebannerchen im Fußbereich des Screens. Der Anbieter verdient wohl sein Geld mit der Vermarktung von Sportwetten und bietet auch für noch weitere Sportarten Apps an. Wen die angezeigte Angabe von Wettquoten hinter den Scores der Spieler/innen stört, kann sie jedoch in den Einstellungen deaktivieren.

Platzierungen, Scorekarten, Rankings

Nach dem Start der App werden alle aktuell laufenden Golfturniere mit der Landesflagge des Austragungsortes gelistet – und zwar aus allen Touren: European Tour, Challenge Tour, Sunshine Tour, US PGA Tour, PGA Tour Champions, web.com Tour, LPGA Tour (Damen) und teils Turniere im asiatischen Raum. Ein Tippen auf das Turnier der Wahl öffnet das (Live-)Leaderboard, ein weiterer Tipp auf einen gewünschten Spieler die aktuelle Scorekarte zu diesem Turnier.

Als besonders gut und praktisch gelöst finde ich die Möglichkeit, sich den bevorzugt beobachteten Spieler oder die Spielerin herauszusuchen und ihn/sie per Tipp auf ein Sternchen einer Übersichtsliste zuzufügen, die sich in der Fußleiste der App unter dem Button My Games verbirgt. So kann ich, über alle aktuellen Turniere hinweg, sämtliche mich interessierenden Spieler verfolgen und sehe so auf einen Blick deren Position sowie den Score im Leaderboard.

Der Button Standings in der App unten bietet sehr viele Infos und Listen: Weltrangliste der Herren und Damen, Stand FedExCup, PGA Geldranglisten, Race to Dubai der European Tour, LPGA Tour Geldrangliste, und weitere. Innerhalb dieser Auflistungen ist sogar noch weiteres Info-Potential verborgen, denn beim Tipp auf einen Spieler oder eine Spielerin öffnet sich die Historie mit den Ergebnissen der letzten Turniere.

Die aktuellen weltweit bedeutendsten Rang- und Preisgeldlisten der Profi-Touren sind ebenso in der App vorhanden

Die aktuellen weltweit bedeutendsten Rang- und Preisgeldlisten der Profi-Touren sind ebenso in der App vorhanden

Wer dann noch in die nahe Zukunft schauen will, findet unter dem Kalendersymbol oben rechts noch eine Vorschau auf die Turniere der kommenden Woche.

Ich möchte diese App mittlerweile nicht mehr missen, da sie mir ständiges Herumhüpfen zwischen den Apps der Touren oder den mobilen Websites erspart. Sie ermöglicht, alles übersichtlich und live auf einen Blick zu haben, was gerade bei den Profi-Touren der Golfwelt geschieht.

Die Inhalte der App sind auch über die Website www.golflive24.com aufrufbar – doch nicht als mobil optimierte Version und somit mehr für eine PC- oder Notebook-Nutzung gedacht.

Text: Thomas Klages, Abbildungen: Screenshots Android (used with permission)

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ADAC Vorteil: Greenfee-Nachlass bei Golf 51 http://www.amateurgolfer.info/2018/04/29/adac-vorteil-greenfee-nachlass-bei-golf-51/ Sun, 29 Apr 2018 16:31:00 +0000 http://www.amateurgolfer.info/?p=2630
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Der bekannte Automobilclub ADAC hat deutschlandweit unzählige Autofahrer als Mitglieder, die dadurch bei einer Panne mit schneller Hilfe rechnen können. Neben dieser und anderer Leistungen unterhält der ADAC auch ein facettenreiches Mitglieder-Vorteilsprogramm, das wirklich viele Ermäßigungen bietet: Prozentuale oder monetäre Vergünstigungen etwa bei Einkäufen rund ums Auto, Eintrittstickets, Hotelbuchungen und Reisen, Museen oder Messen und Parks – einfach zu viel, um alles aufzuzählen. Auch ich habe in dem Rabatt-Programm Dinge entdeckt, von denen mir gar nicht bekannt war, dass sie unter Nutzung der ADAC-Mitgliedschaft oder -karte vergünstigt zu haben sind.

10 Prozent Rabatt bei Golf 51 nahe Hannover

Wer kommt denn schon darauf, dass Mitglieder des ADAC auch einen Rabatt auf das Greenfee bekommen könnten? Kaum jemand. Das Vorteilsprogramm beinhaltet aber auch das Thema Golf, denn Gäste der Golfanlagen in Gleidingen und Rethmar unweit von Hannover profitieren unter simpler Vorlage der ADAC-Karte von einem 10%-igen Nachlass auf das Tages-Greenfee. Bei einer Spielgebühr von aktuell jeweils 55 Euro wochentags und 65 Euro am Wochenende oder Feiertag reduzieren sich die Kosten soweit, dass dadurch die Getränke oder der Kuchen auf der Clubhausterrasse ja schon (fast) bezahlt sind …

3x Neun + 1x Sechs + 1x 18 = Golf 51

Der Begriff Golf 51 ist eine interessante Namensgebung, dessen Ursprung viele Golfer nun sicher schnell durchschauen können. Die unter dieser Dachmarke agierenden Anlagen Golf Gleidingen, gehörig zur Gemeinde Laatzen fast direkt an der B 6 südlich von Hannover, und das Areal von Rethmar Golf gelegen am Ortsrand von Rethmar (Gemeinde Sehnde) bieten in der Summe 51 Spielbahnen. Diese beiden Anlagen liegen etwa 20 Autominuten voneinander entfernt. In beiden Clubs gelten die gleichen Greenfees – und sie gelten, einmal gezahlt, für einen ganzen (Golf-)Tag. Der Nachlass von 10 Prozent für ADAC-Mitglieder gilt nur dafür, nicht für 9-Loch Runden.

golf51 nahe Hannover bietet ADAC Mitgliedern einen Rabatt von 10 Prozent auf das Tagesgreenfee

golf51 nahe Hannover bietet ADAC Mitgliedern einen Rabatt von 10 Prozent auf das Tagesgreenfee


Golf Gleidingen
bietet gleich drei autarke und kombinierbare 9-Loch Kurse mit wirklich abwechslungsreichem Platzlayout in hoher Pflegequalität sowie zusätzlich sogar einen öffentlichen 6-Loch Kurzplatz. Die Designs wurden entworfen und umgesetzt vom szenebekannten, ideenreichen Golfplatzarchitekten David J. Krause. Neben vielfältigen Trainingsmöglichkeiten auf dem Gelände bietet die lokale Golfschule mit mehreren Pros hier Individualunterricht und Kurse für verschiedene Spielstärken an. Ein Besuch des schicken Clubhauses mit dem Restaurant Stableford lohnt – wie vielleicht auch der des angegliederten Pro Shops oder der hauseigenen Golfwerkstatt. Direkter Link: www.golfgleidingen.de

Offen, windanfällig, eher flach, mit welligen Oberflächen sowie vielen Bunkern und Wasserhindernissen durchsetzt präsentiert sich der 18-Loch Kurs Rethmar Golf. Dieser Platz wurde vom weltweit bekannten Platzarchitekten und ehemals sehr erfolgreichen Profi-Golfer Arnold Palmer designt. Hier fühlt sich der Gast ein wenig wie in Schottland (ohne Meer), hat sich Palmer doch auf die Fahne geschrieben, an dieser Stelle einen Platz im Links-Stil zu erbauen. Der im Jahr 2000 eröffnete Platz guten Rufs wurde über die Jahre leider durch finanzielle Investitionen des ursprünglichen Eigentümers an völlig falscher Stelle qualitativ immer schlechter – woraus dann später eine Insolvenz entstand. Der golfbegeisterte Eigentümer von Golf Gleidingen, Friedrich W. Knust, übernahm dann Rethmar Golf samt Grundstück im Jahr 2014 aus der Insolvenzmasse und machte einen Radikalschnitt. Nach viel Arbeit sowie Investitionen in Höhe von rund einer Million Euro in die Infrastruktur des Platzes und auch des stylischen Clubhauses glänzt das Gelände nun in frischem Glanz auf hohem Pflegelevel – so, wie es diesem außergewöhnlich gestalteten Platz würdig ist. Direkter Link: www.rethmargolf.de

Text: Thomas Klages, Abbildungen: golf 51

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Golfregeln spielerisch lernen und verstehen http://www.amateurgolfer.info/2018/02/14/golfregeln-spielerisch-lernen-und-verstehen/ Wed, 14 Feb 2018 18:05:59 +0000 http://www.amateurgolfer.info/?p=2608
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Die offiziellen Golfregeln sind nicht nur in klassisch gedruckter Form, sondern auch in vollem Umfang Online auf der Website Rules4You zu finden. Neben dieser komfortablen Möglichkeit, sich bei Zweifeln schnell auf den neuesten Wissenstand bringen zu können, bietet der DGV auch eine spezielle Version für Kinder an: Rules4You für Kids.

Golfplatz als Spielplatz im Comicstil

Kinder, die nicht selten durch Eltern und Verwandte mit dem Golfspiel Bekanntschaft machen, haben sicher gar nicht unbedingt das Verlangen, sich zusätzlich mit den geltenden Golfregeln zu befassen. Aber, es gehört ja nun dazu. Grundlagen der Etikette und der Regeln sowie der Umgang mit dem Vorgabensystem sollten zwar nicht gleich zu Anfang auf die frisch motivierten Zwerge einprasseln – ausklammern lassen sich diese Themen aber auf Dauer doch nicht.

Die Website Rules4You für Kids ist schon länger verfügbar, wird aber oft nicht so richtig wahrgenommen. Ein schön bunt dargestellter 9-Loch Platz als Ausgangspunkt hilft hier, die gebräuchlichsten Golfregeln auf spielerische Art selbst zu entdecken. Auch, wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt, werden hier wirklich viele Fragestellungen zu Regelfällen in gut verständlicher Form beantwortet.

Die Website Rules4You für Kids im Überblick: bunt und interaktiv

Die Website Rules4You für Kids im Überblick: bunt und interaktiv

Die neun behandelten Themenschwerpunkte, jeweils aufzurufen mittels eines Klicks auf die Spielbahnnummer (oder im Themenverzeichnis links), sind bildlich in üblichen Situationen auf dem Golfplatz dargestellt – natürlich durch viele Kinder, die dort unterwegs sind. Beim Bewegen des Mouse-Zeigers über eine Spielsituation erscheint schon ein Alternativtext oder -bild, ein Klick darauf öffnet die vollständige Erläuterung in einer Box.

Als schönes Beispiel von Erklärungen bei mitunter nicht unbedingt einfachen Verfahrens- und Verhaltensweisen im Spiel, etwa bei Wasserhindernissen und Bunkern, sei das Loch 5 genannt: Hier werden bildhaft die Möglichkeiten aufgezeigt, wie regelkonform weitergespielt werden kann, wenn der Ball einmal im Wasser landen sollte.

Komprimierte Theorie als Einstieg

Neun bunte Löcher bilden zahlreiche Regelsituationen informativ ab

Neun bunte Löcher bilden zahlreiche Regelsituationen informativ ab

Wer Kinder oder Teens wie auch Neueinsteiger in den schönen Golfsport gleich zu Beginn mit Unmengen an trockener Theorie erschlägt, geht vielleicht den falschen Weg. Mehrjährige Golfer haben sich ihr Wissen schließlich auch Schritt für Schritt über die Praxis angeeignet und wurden nicht als Regelguru geboren.

Unter den Auswahlpunkten Regeln & Etikette sowie Handicap legt die Rules4You für Kids-Seite einen guten Grundstein, ohne gleich mit allen Details Unbehagen zu verbreiten. In kompakter Form werden hier die Grundlagen vermittelt – und der Punkt Handicap klärt sogar, anhand beispielhafter Scorekarten, auch die ominös scheinende Zählweise nach Stäibelford auf.

Um dem Ganzen eine noch spielerischere Note zu verleihen, bietet die Website zur Auflockerung auch ein Kinderquiz, was das Verstehen der Regeln etwas vereinfacht, denn die jeweils richtige Lösung gibt es dazu. Zwar ist auf der bekannteren Website Rules4You auch ein solches Quiz in mehreren Schwierigkeitsgraden zu finden, doch ist das Kinderquiz etwas weniger steif zusammengestellt worden.

Als erste Berührung mit der Theorie rund ums Golfspiel ist die Website Rules4You für Kids eine gute und praktische Sache. Die Jüngsten finden hier situativ dargestellte Spielszenen, die der echten Praxis auf dem Platz entstammen. Und weil die Kinder oder Teens der heutigen Zeit doch technikaffiner sind als die ältere Generation – warum also nicht diese Lernmöglichkeit nutzen? Nebenbei: Diese Website darf natürlich auch von Erwachsenen, Anfängern oder Wieder- und Neueinsteigern genutzt werden … ;-)

Direkter Link zur DGV Regel-Website für Kinder: http://www.golf.de/dgv/rules4you/kids/

Text: Thomas Klages, Abbildungen: DGV (Deutscher Golf Verband)

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Gewinnspiel: Nite-Hawk zur Golfballsuche http://www.amateurgolfer.info/2018/01/03/gewinnspiel-nite-hawk-zur-golfballsuche/ http://www.amateurgolfer.info/2018/01/03/gewinnspiel-nite-hawk-zur-golfballsuche/#comments Wed, 03 Jan 2018 16:22:52 +0000 http://www.amateurgolfer.info/?p=2579
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Es gibt Gegenstände oder Dinge, dessen echter Nutzwert oder Wirkung im ersten Moment des Betrachtens eher belächelt und der gern vollmundigen Beschreibung kaum Glauben geschenkt wird. So erging es mir beim Gadget, wohl doch eher eine technischen Spielerei, mit der Bezeichnung Nite Hawk Predator. Dieses kompakte Utensil in Form einer LED-Taschenlampe sollte angeblich helfen, im Dunkel der Nacht Unmengen von herrenlosen Golfbällen auf einem Golfplatz sehr leicht aufspüren zu können.

Es werde Licht …

Zwar las ich einmal über ein ähnliches Hilfsmittel eines anderen Anbieters, doch empfand ich auch das unglaubwürdig. Die Lampe von Nite Hawk, bestückt mit drei Batterien, solle unter Büschen oder im tiefen Gras versteckte Golfbälle in der Dunkelheit so hervorhebend aufleuchten lassen, dass sich innerhalb kurzer Zeit die heimischen dezimierten Ballvorräte sehr rasch wieder auffüllen lassen würden. Eigentlich wäre es ein Leben lang gar nicht mehr nötig, jemals wieder Bälle zu kaufen – die anderen Golfer verlieren ja schließlich genug.

Die doch massiv und metallisch wertig anmutende Lampe soll kurzwelliges Licht abstrahlen, was sogar auf dem Golfplatz verlorene Bälle sichtbar machen soll, von denen nur ein kitzekleines Prozent der Oberfläche zu sehen wäre. Im Internet sind gar zahlreiche positiv klingende Bewertungen zur Nite Hawk-Lampe zu finden.

Mysteriös: das Licht der Nite-Hawk Lampe macht die im Gras verborgenen Bälle gut sichtbar

Mysteriös: das Licht der Nite-Hawk Lampe macht die im Gras verborgenen Bälle gut sichtbar

Also musste nun ein eigener Test Gewissheit verschaffen. Ich ließ ein paar Bälle verstecken und streunte dann, bei völliger Dunkelheit, mit der angeschalteten Lampe umher. Und es dauerte auch gar nicht lange, bis ich die verborgenen Golfbälle gefunden hatte, die bezogen auf die dunkle Umgebung wirklich hell und gut sichtbar aufleuchteten. Meine Zweifel am Nutzen dieser Lampe muss ich nun wohl überdenken: sie funktioniert wirklich – nur ist dazu fast absolute Dunkelheit nötig, weil sonst die Kontraste zur Umgebung nicht ausreichen. Und an welchen Stellen eines Golfplatzes wird nun gesucht, um die höchste Ausbeute mit nach Hause zu tragen? Das weiss doch fast jeder Golfer aus eigener Erfahrung selbst: In hohem Rough seitlich der Fairways und rund um die Grüns, im Knick eines Doglegs (Verluste optimistischer Abkürzer), am Rande von Wasserhindernissen, in Büschen und Baumansammlungen, 50 bis 150 Meter links und rechts vom ersten Abschlag entfernt ;-).

Unklare Rechtslage: Wer ist denn der Eigentümer?

Eine Frage stünde ja nun doch noch im Raum: Darf überhaupt jemand auf einem Golfplatz herumlaufen oder ihn betreten, um dort im Dunkeln mit einer Lampe nach verlorenen Bällen suchen? Und wem gehören denn eigentlich diese Verlustbälle?

Meist wird es sich um Privatgelände handeln, was das Areal eines Golfplatzes angeht. Ohne die Zustimmung des Eigners wäre es wohl ein unbefugtes Betreten, außer man wäre selbst Clubmitglied. Allerdings sind mir nicht wenige Golfplätze bekannt, die von öffentlich nutzbaren Spazier- oder Radwegen durchzogen sind, was ja Blicke nach rechts und links möglich machen würde. Range-Bälle dagegen sind Eigentum oder Mietobjekte des Golfclubs oder Betreibers der Anlage und dürfen natürlich nicht einfach so mitgenommen werden.

Definition zur Eigentumsaufgabe an einem Golfball: Gibt der/die Eigentümer/in in der Absicht, auf das Eigentum zu verzichten, den Besitz einer beweglichen Sache auf – etwa durch bewusstes Liegenlassen – so verliert er/sie das Eigentum; die Sache wird herrenlos und unterliegt dem Aneignungsrecht (§ 959 BGB, sog. Dereliktion). Ob nun Golfbälle, nach Verlust, in den Besitz des Golfclubs übergehen, der das Gelände sein Eigen nennt oder nutzt, lässt sich daraus auch nicht rückschließen.

Die vorangegangenen Zeilen sollen aber nicht als Rechtsberatung angesehen werden – sie entstammen nur meinen Gedanken zum Thema und etwas Recherche.

Nite-Hawk gewinnen, testen … und lossuchen

Dieses Nite-Hawk Komplettset wartet auf eine/n Gewinner/in !

Dieses Nite-Hawk Komplettset wartet auf eine/n Gewinner/in !

Da ich selbst niemals mit gefundenen Bällen spiele (außer vielleicht im nötigsten Fall einer komplett geleerten Golftasche am letzten Abschlag), möchte ich ein kleines Set, das mir vom deutschen Vetrieb dieser doch schicken Lampe zur Verfügung gestellt wurde, verlosen.

Das Set besteht aus einer matt-blau eloxierten Nite-Hawk Lampe in einem Aufbewahrungsbeutel aus Stoff, drei Batterien und zusätzlich einem Netzbeutel mit schwarzen langen Nite-Hawk Tees sowie einer soliden Nite-Hawk Pitchgabel mit integriertem Totenkopf-Ballmarker.

Wer an diesem Gewinnspiel teilnehmen möchte, schreibt bitte einfach in das Kommentarfeld, welche Ballmarke und vielleicht sogar welcher Typ mit der Nite-Hawk Lampe am Liebsten gefunden werden möchte!

Zur Kontaktaufnahme im Gewinnfall sind Einträge in den Feldern Name und Mail nötig. Vor dem Klick auf den Button Kommentar senden müsste aber noch die extrem schwierige Rechenaufgabe unter dem Kommentarfeld gelöst werden. Keine Angst: Die E-Mail Adresse wird hier weder öffentlich sichtbar noch weitergegeben. Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 14.01.2018 um 12:00 Uhr.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich behalte mir eine vorzeitige Beendigung dieses Gewinnspiels vor, falls ich zig-fache Einträge von Besuchern über Gewinnspiel-Foren erkenne – die nur etwas gewinnen möchten, ohne Bezug zum Golfspiel zu haben. Bei einer solchen Beendigung landen natürlich alle bis dahin mühsam gemachten Kommentare im Lostopf. Die Ziehung des Gewinners oder der Gewinnerin erfolgt zeitnah nach Teilnahmeschluss durch eine nicht notariell vereidigte Familienangehörige mit verbundenen Augen und wird anschließend entweder per E-Mail oder Facebook-Nachricht kontaktiert.

Doppelte Teilnahmen über den Weg des Kommentarfeldes und zusätzlich als Kommentar unter dem Gewinnspiel-Posting auf meiner Facebook-Fanseite (www.facebook.com/amgolfersBLOGzine/) sind möglich und erhöhen die Gewinnchancen – aber bitte nicht mehrfach.

Es wird um Beachtung der allgemeinen Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele auf amgolfers BLOGzine gebeten, die unter folgendem Link als PDF-Dokument eingesehen werden können: Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele

Der Versand des obigen Preises erfolgt für den Gewinner oder die Gewinnerin kostenlos per Päckchen an die nach Teilnahmeschluss zu nennende Anschrift.

Text und Fotos: Thomas Klages

Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook. Es wird in keiner Weise von Facebook unterstützt, gesponsert oder organisiert. Ein Dank für die Bereitstellung dieses Produktsets jedoch geht an Nite-Hawk aus Donauwörth in Bayern (www.nite-hawk.de).

Das Gewinnspiel ist beendet und der Gewinner wurde gezogen wie auch benachrichtigt. Vielen Dank für die Teilnahme!

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Schicke Golfballvitrine für Sammler http://www.amateurgolfer.info/2017/12/17/schicke-golfballvitrine-fuer-sammler/ Sun, 17 Dec 2017 17:46:07 +0000 http://www.amateurgolfer.info/?p=2565
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Sicher gibt es viele Gründe, warum einige Golfer ausgewählte Golfbälle aufheben und sammeln – und sie nicht einfach bei der nächsten Golfrunde im Teich versenken wollen. Und um nun diese Bälle mit Erinnerungswert nicht einfach in der Schublade verschwinden zu lassen, eignet sich die aus Acrylglas gefertigte Golfballvitrine der Firma Sora aus Thüringen perfekt dazu, die kleinen Kugeln hübsch aufgereiht zu präsentieren.

Ein Golfball als Erinnerungsstück?

Schon zu Beginn meines Golferlebens fand ich Gefallen an Golfbällen mit aufgedruckten Logos der Plätze, auf denen ich eine Runde gespielt hatte. Das ist wohl fast vergleichbar mit Wandersleuten, die sich Stocknagelschilder ihrer Wanderziele mitbringen. Solch einen mit dem Clubwappen oder dem spezifischen Schriftzug des Platzes oder der Golfanlage bunt geschmückten Ball wollte ich eigentlich immer mitnehmen – möglichst unbedingt, wenn es ein außergewöhnlicher Platz oder gar im Ausland war. Fast alle Proshops oder Clubrezeptionen bieten solche Bälle als Erinnerungsstücke an, denn damit lässt sich ja auch Geld verdienen. Einige wenige Male jedoch habe ich aus Vernunftgründen darauf verzichtet, einen Logoball mitzubringen, obwohl es mich ärgerte. Einige Clubs oder Proshops bieten solche Bälle einzeln direkt am Tresen an – zu einem verträglichen Preis. Doch verweigere ich mich, für eine Ballschachtel mit drei Titleist Pro V1 samt Logo 15 Euro zu zahlen, denn ich möchte doch nur einen einzigen Ball als Andenken in die Ballvitrine legen. Und wer der Hersteller dieses Balles ist, interessiert mich eher weniger.

Dekoobjekt für Golfer: Die Sora-Golfballvitrine mit verspiegelter Rückseite

Dekoobjekt für Golfer: Die Sora-Golfballvitrine mit verspiegelter Rückseite

Es gibt natürlich auch noch andere Gründe, einen Golfball aufheben zu wollen. Etwa der, mit dem die Platzerlaubnisprüfung erfolgreich abgelegt wurde. Oder mit dem sogar einmal ein Turniersieg heraussprang. Aufgehoben – oder besser: außer Betrieb genommen – habe ich auch schon unverlierbare Bälle. Das sind solche Exemplare, die als allerletzter Ersatz für Notfälle ganz unten im Golfbag lagen, wenn sich der gesamte Vorrat der gespielten guten Bälle über die Runde hinweg zusehends dezimierte und sich im Nichts des Golfareals versteckt hatte. Warum auch immer hält dieser Not-Ball, einmal in Betrieb genommen, dann ewig durch und will auch nicht im Unterholz verschwinden. Sicher ist das eine Form von Rache für die Ignoranz und lange Haft in den dunklen Tiefen der Golftasche …

Was bei mir niemals in einer Golfballvitrine eingereiht wird, sind sogenannte Fundbälle  -auch, wenn sie ein hübsches Logo ziert. Einzig mir aus einem Anlass heraus direkt übergebene Logobälle können noch ein Plätzchen finden, auch wenn kein echter Bezug zu einem Golfplatz vorhanden ist (z.B. mit Firmenlogos). Im Vordergrund steht aber immer wieder die Erinnerung an einen bespielten Platz oder ein besonderes Event.

Wertige Optik und viel Platz

Meine erste und alte Golfballpyramide aus Acrylglas, die in fast jedem Golfshop für heutzutage rund 60 bis 70 Euro zu kaufen ist, konnte 45 Bälle aufnehmen. Doch irgendwann war dieses Sammelregal voll und ich brauchte Ersatz. Eine weitere dieser Standard-Pyramiden wollte ich nicht, sondern suchte gleich nach einer größeren Variante, die in ansprechender Optik auch im Flur die Wand zieren könnte. Einige der alten Sammelbälle wollte ich entsorgen, da sie durch langjährige Lichteinflüsse ihre Farbe verändert hatten. Von den verbleibenden Bällen sollten dann nur ausgewählte Stücke in die neue Kleinausstellung.

So sieht der noch verpackte Bausatz des Golfballregals aus - der Zusammenbau ist nicht sehr schwer

So sieht der noch verpackte Bausatz des Golfballregals aus – der Zusammenbau ist nicht sehr schwer

So kam mir die für 64 Bälle in Regalform gestaltete Sammelvitrine der Firma Sora perfekt vor. Auch dieses Modell ist komplett aus hochklarem Acrylglas gefertigt, Sora stellt es selbst her, aber im Gegensatz zu meiner alten Pyramide ein mehrteiliger Bausatz. Je nach Vorliebe kann die Art der Rückwand ausgewählt werden: Schwarz, durchsichtig oder verspiegelt. Ich entschied ich mich für eine verspiegelte Rückseite – das wirkt luftiger und lässt einen Rundumblick auf die Bälle zu.

Die erhaltene Lieferung der Sora-Vitrine hat etwas von einem nicht sehr schwierigen Puzzle, den Einzelteilen ist aber eine kompakte und ausreichende Bauanleitung zum Aufbau beigefügt. Zeitintensiv ist es eigentlich nur, die beidseitig als Kratzschutz aufgebrachten Schutzfolien von den vielen Acrylglas-Teilen zu entfernen. Ist es mit etwas Fummelei geschafft, macht das Zusammenstecken der Einzelteile wenig Arbeit und ist konstruktiv durchdacht. Qualitativ macht das Material einen guten Eindruck: passgenau, wertig und ohne scharfe Kanten.

In den acht Böden, die je acht Bälle aufnehmen können, sind auch Vertiefungen vorhanden – damit sich die Bälle nicht selbstständig machen. Wirklich sinnvoll ist auch die zusätzlich gelieferte Platte mit vier Schlitzen, die ganz einfach in die Front der Vitrine eingehängt werden kann. Dadurch ist ein recht guter Staubschutz gewährleistet und die Bälle sind sogar vor ungestümen Zugriffen der Besucher geschützt …

Bei Wandmontage, einfach mit zwei Schrauben durch in der Rückwand vorhandene Langlöcher machbar, lässt die Vitrine ein paar Millimeter Luft zur Wand, was auch nett aussieht. Wer will, kann die Vitrine laut Hersteller auch auf einer Fläche hinstellen. Aus Stabilitätsgründen würde ich davon aber lieber Abstand nehmen – es wäre mir zu unsicher, dass die Vitrine umfällt.

Die Qual der (Aus-)Wahl

Neben der Version für 64 Golfbälle bietet Sora auch eine Vitrine für 32 Bälle mit unterschiedlichen Rückwänden an. Wer es nun ganz speziell möchte, kann sich über den Online-Shop von Sora sogar eine Golfballvitrine nach Maß fertigen lassen. Für echte Golf-Junkies wie etwa Der Reisegolfer, unaufhaltsamer Sammler von weltweit gespielten Golfplätzen, wäre das wohl eine sinnvolle Option ;-) …

Der Preis für meine Sora-Golfballvitrine lag bei 58 Euro (plus geringe Versandkosten), was ich für die gebotene Qualität als sehr angemessen empfinde. Die Vitrinen mit schwarzer oder klarer Rückwand sind ein paar Euro günstiger.

Der Online-Shop der Firma Sora ist zu finden unter: www.sora-shop.de
Hier soll kein direkter Link zu den Golfballvitrinen angegeben werden, falls sich die dortige Websitestruktur ändert. Unter Vitrinen > Golfbälle ist eine Auswahl der Produkte zu finden.

Um jedoch die Konkurrenz eines sehr gleichartigen Produktes nicht in den Hintergrund zu drängen, möchte ich als weiteren Anbieter von Sammelvitrinen jeglicher Form sowie anderen Produkten aus Acryl auch auf die sudu-acrylglas GmbH bei Nürnberg hinweisen. Die Golfballvitrinen im sudu Shop sehen denen der Firma Sora fast zum Verwechseln ähnlich. Laut Informationen auf der Website stellt auch diese Firma die Vitrinen – mit langjähriger Erfahrung – ebenfalls selbst her. Unter www.sudu-shop.de ist in der Unterrubrik Sammelvitrinen die Auswahl zwischen Golfballvitrinen mit schwarzer oder verspiegelter Rückwand als auch in den Größenvarianten für 49 oder 84 Bälle gegeben.

Ein kurzes Fazit zu meiner Sora-Vitrine: Für den Kaufpreis ist die Wertigkeit, Stabilität und das optische Erscheinungsbild fast unschlagbar gut. Wer also Spaß daran hat, seine gesammelten Golfbälle auch auszustellen und sich daran zu erfreuen, macht bei Sora nichts falsch. Meine vorherige einteilige Standardvitrine für Golfbälle in Pyramidenform aus vermutlich asiatischer Massenproduktion kostet sogar noch mehr, hat weniger Platz und kann dem Modell von Sora kein Paroli bieten. Ähnlich schätze ich die Vitrinen der Firma sudu-acrylglas ein.

Text und Fotos: Thomas Klages

Die hier beschriebene Golfballvitrine wurde amgolfers BLOGzine weder zur Verfügung gestellt noch überlassen oder geschenkt. Es handelt sich auch nicht um einen bezahlten Artikel oder gesponsorten Text, sondern gibt nur die Eindrücke zu meinem gekauften Produkt wieder.

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Golf in Deutschland: Und immer schön regeln … http://www.amateurgolfer.info/2017/12/06/golf-in-deutschland-und-immer-schoen-regeln/ http://www.amateurgolfer.info/2017/12/06/golf-in-deutschland-und-immer-schoen-regeln/#comments Wed, 06 Dec 2017 20:37:09 +0000 http://www.amateurgolfer.info/?p=1853
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Es wunderte sich schon so mancher ausländische Golfspieler, mit dem ich in fremden Gefilden spielte und nebenher oder eher anschließend natürlich auch nette Konversation betrieb, warum es denn in unserem hochindustrialisierten und sportbegeisterten Lande in der Mitte Europas in Relation zur Zahl der Einwohner so wenige Golfspieler gäbe. Diese Frage kam mir schon auffällig häufig unter – besonders von Golfern aus dem Vereinigten Königreich oder den skandinavischen Ländern. Eine klare Antwort oder Erklärung konnte ich nie geben. Mitunter kam in mir das Gefühl auf, ich müsse als Anwalt fungieren und die eher spärlichen Zahlen deutscher Golfjünger umgehend selbst begründen oder gar rechtfertigen. So scheint also das Phänomen der hierzulande gesellschaftlich nicht recht etablierten ‚Sportart Golf‘ auch schon andernorts bekannt zu sein und wird mit ungläubigem Kopfschütteln zur Kenntnis genommen.

Volkssport Golf?

Persönlich bin ich der Ansicht, dass sich die Situation in Deutschland auch in Zukunft nicht prägnant ändern wird. Schwarzmaler! Stimmt nicht. Ich habe mich immer wieder diebisch gefreut, wenn ich wieder einen (Golf-)Unwissenden gefunden hatte, den ich mit Begeisterung über tolle Golfplätze, die gesundheitlich positiven Einflüsse des Spiels auf den Körper wie auch die Psyche oder nur den Spaß an der Sache volltexten konnte. Und trotzdem – reale Früchte getragen haben meine Bemühungen (fast) noch nie. Dabei freue ich mich doch über jeden, der zumindest einmal ausprobiert, „wie Golf denn geht“.

Solche umwerfenden Ausblicke in ruhiger Natur sind wohl nur Golfern vorbehalten. Im Bild: Quinta do Lago Resort (Portugal), Laranjal Golf Course, Bahn 13

Solche umwerfenden Ausblicke in ruhiger Natur sind wohl nur Golfern vorbehalten. Im Bild: Quinta do Lago Resort (Portugal), Laranjal Golf Course, Bahn 13

Golf ist ein aufstrebender Trendsport – oder eher – soll nach Aussagen einiger Verbände und Promoter ein Volkssport werden, der die Massen begeistert? Was ist denn eine Trendsportart? Drachenfliegen? Wakeboarding? Bike-Polo? Oder doch ganz einfach Fußball auf Sky schauen? Da ich aber in keinem Gremium der theoretischen Marktbeobachter an oberer Stelle von Golfverbänden sitze und überall auf der virtuellen Deutschlandkarte nur gepflegte grüne Wiesen mit ganz vielen fröhlichen Golfern aus dem ’normalen Volk‘ sehe, sondern sogar mit Menschen spreche: Deutschland ist kein Golfland und wird wohl auch in absehbarer Zeit keines werden. Daran ändern auch Martin Kaymer, Marcel Siem oder eine Caroline Masson nichts – die spielen nämlich (fast) unter Ausschluss der Öffentlichkeit, da die Turniere nur im Pay TV übertragen werden. Wer sich davon unabhängig machen möchte, verschafft sich Zugang zu mehr oder weniger legalen Internet-Streams und ist mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit selbst Golfer.

Die wohl größten Hemmnisse

Vorurteile: Es soll niemand versuchen, zu behaupten, der Golfsport in Deutschland würde durch die Allgemeinheit völlig vorurteilsfrei akzeptiert. Treffe ich auf mir vorher unbekannte Menschen und im Verlaufe des Gespräches kommt zufällig zur Sprache, dass ich in der Freizeit Golf spiele, tritt meist ein kurzer Moment der Stille ein. Kopfkino des Gegenübers. „Der spielt Golf?“ – „Das ist doch so teuer!“ – und: „Kann der sich das leisten?“ – „Will der wichtig wirken, ein Snob oder Entscheidungsträger sein?“ – „Das ist doch mächtig langweilig und nur für alte Leute.“ – „Arbeitet der nicht mehr? So viel Zeit, wie dazu nötig ist.“

Die Argumentationskette ist natürlich falsch. Das jedoch will niemand hören, dem Golf irgendwie fremd wie auch unbekannt oder suspekt ist und deshalb eine häufig von Grund auf ablehnende Haltung einnimmt, ohne Hintergründe zu kennen. In dieser Situation ist es mehr als sinnvoll, einfach das Thema zu wechseln. Wer nämlich beginnt, nach und nach die Pro’s des Golfsports aufzulisten, um Pluspunkte zu sammeln oder gar meint, sich rechtfertigen oder missionieren zu müssen, driftet schnell ab in Details, die ein Nichtgolfer kaum nachvollziehen oder schnell erfassen kann.

Diese pauschalen Voreingenommenheiten sind meiner Ansicht nach besonders in Deutschland sehr stark ausgeprägt. Von Kindheit an gewachsene Strukturen eines ganz normalen Massensports hat der Golfsport etwa in Großbritannien, den skandinavischem Ländern oder den USA. Wo die Kinder hierzulande Fußball spielen oder schwimmen, Klavier oder Schlagzeug erlernen, Cheerleader werden wollen, zum Tennis gehen oder schlicht der Playstation frönen – spielen die Kids der genannten Länder zwanglos mit großem Spaß an der Sache und ohne Kastendenken einfach Golf. Und das, obwohl es vielleicht gar nicht auf der Wunsch- oder Must-Do Liste der Eltern steht.

Etikette, Kleidung, Verhalten: Der Golfclub gibt in gewissen Grenzen vor, wie er sich seine Gäste (und Mitglieder) wünscht. Das ist gar nicht verwerflich, steht jedem Club frei und kann ganz klar als Hausrecht bezeichnet werden. So manchem Nicht-Golfer werden einige Eintritts- oder Besuchsvoraussetzungen spießig, komisch, unzeitgemäß, überzogen oder gar erzwungen vorkommen. Das Golfspiel weist aber, zusammen mit den einhergehenden Verhaltensweisen (Etikette), eine lange Tradition auf, die es doch schon zu respektieren gilt.

Auf dem Golfplatz gilt üblicherweise eine Kleiderordnung, die der jeweilige Club selbst festlegen kann - was ihm auch zusteht.

Auf dem Golfplatz gilt üblicherweise eine Kleiderordnung, die der jeweilige Club selbst festlegen kann – was ihm auch zusteht.

Möchten Mitglieder eines Golfclubs eher unter sich sein, ist das eben so und es sei ihnen gegönnt. Das ist vom Grundsatz her nicht automatisch mit Snobismus gleichzusetzen. Niemand würde wohl in das Vereinsheim der örtlichen Schützenbrüder und -schwestern stürzen und darauf pochen, dort auch einmal schießen zu dürfen, ohne dort Mitglied zu sein.

Ähnlich verhält es sich mit der Kleidung eines Gastspielers oder Clubmitgliedes: Auch hier gibt der Golfclub vor, wie er sich das Outfit der die Fairways und Clubhäuser bevölkernden Spieler(innen) wünscht. Sind eben keine Blue Jeans oder Cargohosen oder Shorts mit kurzen Strümpfen erwünscht, nur Shirts mit Kragen gefordert und richtige Golfschuhe Pflicht, muss auch das akzeptiert werden. Wer das nicht möchte, muss sich einen Platz suchen, auf dem diese Regelungen nicht greifen.

Auch wenn in der breiten Masse der Bevölkerung dem Golfspiel und Clubleben nach wie vor ein wohl (in Deutschland) ganz schwer auszumerzendes elitäres Klischee anhaftet, sind Alternativen gegeben. Durch über die Jahre deutlich gestiegenen Spielmöglichkeiten, also Golfplätze und -anlagen, hat sich ein breitbandiges Portfolio an Auswahlmöglichkeiten entwickelt. So gibt es Golfanlagen, auf denen kein Mindest-Handicap zum Spiel auf dem Platz gilt oder auch die Vorlage eines DGV-Ausweises verzichtbar ist. Weiterhin bildeten sich Gruppen von Golfern oder kleine Vereine, die lieber gern den Golfplatz ‚rocken‘ wollen. Kreischbunte Kleidung, die Flasche Bier im Bag, laute Musik beim Turnier – all dies ist auch heutzutage möglich, ohne einen Rausschmiss auf der betreffenden Golfanlage zu riskieren, wenn die das gern unterstützt. Als mögliche Beispiele hierzu seien die GolfPunk Tour (Turnierserie – www.golfpunk.de) genannt oder die immer nach Spaß suchenden Münchener GolfHeroes (www.golfheroes.de).

Kosten: Nicht selten wird, besonders über die einschlägigen Golfmedien oder das Thema gelegentlich aufwärmende Publikumsblätter, verbreitet, dass Golfspielen beispielsweise nicht mehr kosten würde als regelmäßig ein Fitnessstudio zu besuchen. Relativ unrichtig. Bei bundesweit agierenden Fitnesstempeln gibt es Jahresmitgliedschaften zu 15,90 Euro pro Monat, aber auch solche für 50 oder 65 Euro monatlich. Wer sich jedoch tiefer mit dem Thema des regelmäßigen Golfens befasst, wird schnell merken, dass solche Vergleiche hinken.

Ein üppig gefüllter Pro Shop in einem süddeutschen Golfclub: Auswahl ohne Ende, kostenlos gibt es aber auch hier nichts.

Ein üppig gefüllter Pro Shop in einem süddeutschen Golfclub: Auswahl ohne Ende, kostenlos gibt es aber auch hier nichts.

Golf ist und bleibt teuer, wobei ‚teuer‘ natürlich eine sehr relative Größe bezogen auf die eigene Einkommenssituation ist. Der ernsthafte Einsteiger benötigt einen Golfkurs oder Trainerstunden, eine Platzreife, meist eine Mitgliedschaft in einem Golfclub, die passende Ausrüstung wie Schläger plus Zubehör und Bekleidung, ein Auto samt Sprit (denn wer fährt schon mit dem Fahrrad oder Bus zum Golfplatz), einen eventuellen Partner mit Leidensfähigkeit aufgrund längerer Abwesenheiten vom trauten Heim – und sehr viel frei verfügbare Zeit.

Klar gibt es alternative Einstiegsmöglichkeiten wie etwa die VcG (Vereinigung clubfreier Golfspieler), Fernmitgliedschaften in seriöser oder auch ominöser Form, komplettes Golfequipment via ebay oder als Restposten aus der Vorsaison. Und doch: Golf zu spielen kostet Geld. Auch wer alles beisammen hat, muss für eine Golfrunde auf dem Platz einen Obulus entrichten („Greenfee“). Je nach Lage, Qualität, Ansehen oder Einschränkungen für Gäste gehen bei jeder gepflegten Runde etliche Euro über den Tisch der Clubrezeption. Die Wunscherfüllung nach der ein oder anderen Runde auf fremden Plätzen kostet eben Geld, wird aber früher oder später gehegt werden – wenn man nicht immer nur im möglichen Heimatclub unterwegs sein möchte.

Regelungswut: Ob es ein typisch deutsches Phänomen ist, alles bis ins feinste Detail hinein regeln und festlegen zu wollen, lasse ich mal dahingestellt. Verneint werden kann diese Annahme in jedem Falle nicht. Wie in jeder Sportart gelten auch beim Golfspiel Regeln. Diese jedoch sind auf dem ganzen Globus einheitlich (bis auf Nuancen zwischen den USA und dem Rest der Welt) und somit ausnahmsweise mal nicht auf deutschem ‚Mist‘ gewachsen.

Typisch Deutsch jedoch: Um auf einem „echten“ Golfplatz spielen zu dürfen, gelten überwiegend Mindeststandards wie etwa eine sogenannte Platzreife (Handicap 54) oder niedrigere Handicaps. Die Fertigkeiten und Kenntnisse zur Platzreife müssen in einem Platzreifekurs oder per einzelner Trainerstunden und anschließender Prüfung in Theorie und Praxis nachgewiesen werden. Handicaps oder Stammvorgaben kleiner als -36 können – je nach Talent oder Spielfertigkeiten – erst im Laufe der Zeit erreicht werden, nachdem an vorgabenwirksamen Turnieren teilgenommen wurde, die Unterspielungen (Verbesserungen) nach sich zogen.

Eigener Artikel in einem Printjournal zur Einführung der Hologrammkennzeichung von DGV-Ausweisen

Eigener Artikel in einem Printjournal zur Einführung der Hologrammkennzeichung von DGV-Ausweisen

Ist diese Hürde überwunden, geht es immer noch nicht los. In Deutschland ist es nahezu unausweichlich, einem dem DGV (Deutscher Golf Verband) angehörigen Golfclub beizutreten, um irgendwo in der Republik auf einem Golfplatz spielen zu dürfen. Das Mitglied erhält dann einen offiziellen und optisch einheitlich gestalteten Ausweis, mit dem der Nachweis erbracht werden kann, einem anerkannten Club anzugehören.

Der Bürokratie und dem schrägen Denken der Verbände sei Dank, dass eine Mitgliedschaft samt Ausweis ja auch noch differenziert betrachtet werden könnte. Seit 2009 existiert nun auch noch ein auf dem Ausweis aufbrachtes Hologramm (oder auch nicht), das die Art der Mitgliedschaft eines Golfers auch nach außen hin dokumentiert. Ob nun ein Golfclub an dieser nach wie vor als freiwillig ausgegebenen Ausweiskennzeichnung teilnimmt, ist ihm selbst überlassen. Für Golfer, ganz besonders im Ausland, ist die Art der Wertigkeit einer Clubmitgliedschaft durch die nur in Deutschland umgesetzten Kennzeichnungen bzw. Hologramme das typische Beispiel, wie mögliche Golfnovizen durch teils undurchsichtige Regelungen noch mehr verwirrt oder gar abgeschreckt werden können.

Zu diesem Thema schrieb ich im Jahr der Einführung einen längeren Artikel für ein Golfjournal aus dem Printbereich, der per Klick auf den folgenden Link als PDF-Dokument geöffnet werden kann: PDF – Gute Golfer tragen Gold

Der Sport: Nicht wenige halten Golf so gar nicht für einen ernstzunehmenden Sport, sondern setzen es vielmehr einem gemächlichen Spaziergang in den Weiten der Natur gleich. Dass es sich bei einem korrekten Golfschwung um einen der technisch schwierigsten Bewegungsabläufe im Sport überhaupt handelt, der eigentlich nur über langwierige Trainingssessions und Trainerstunden erlernt und optimiert werden kann, ist scheinbar den Wenigsten bekannt. Der Ausspruch „Ich kann’s jetzt!“ ist in diesem Kontext doch mehr als Utopie, Wunschdenken oder humorvolle wie leider auch selbstzermürbende Anmerkung zu verstehen. Wer eine Golfrunde über 18 Löcher spielt, legt über eine Zeitspanne von vier bis fünf Stunden eine Strecke von rund sechs bis neun Kilometern zurück. Ach ja – schwingen und schlagen muss der Spieler zwischendurch gelegentlich auch noch, sein Golfbag tragen oder ziehen ebenso. Ein nicht mehr ganz taufrischer Artikel, der aber etliche Aspekte des Golfsports näher beleuchtet, stammt vom Orthopäden Dr. Lemken und ist zu finden unter dem Link: Golf aus sportmedizinischer Sicht

Mitunter setzen Golfer, auffällig oft Männliche, den Begriff des eigenen (niedrigen?) Handicaps mit einem sportlichen Statussymbol gleich. Auch dieses Phänomen beobachtete ich, der ich schon sehr oft in meinem liebsten Golfziel Portugal mit Spielpartner(innen) anderer Nationalitäten unterwegs war, besonders in deutschen Gefilden. Die im Ausland wirklich nur sporadisch gestellte Frage zu Anfang der Golfrunde, wie denn das Handicap sei, beantworte ich gern mit „My wife is fine!“ – und ernte damit meist nur ein schelmisches Grinsen ohne weitere Nachfrage nach Zahlen. Das ist in Deutschland anders … meist verbissener. Und das mag ich nicht. Das eigene Handicap im Vorgabenstammblatt ist eine schlichte Zahl, die gar nicht unbedingt das wahre Spielvermögen abbilden muss. Weil ich inzwischen sehr selten vorgabenwirksame Turniere spiele, der Zeiteinsatz ist mir oft zu üppig, ist dieser Effekt sicher noch deutlicher. Der Spaß an der Sache steht im Vordergrund. Leider sieht das nicht jeder so unverkrampft und locker.

Zahlenspiele: Aktiv, passiv, Fernmitglieder

Die Zahlen der ja angeblich stets und immens weiter steigenden aktiven Golfer in Deutschland sind schöngeredet – eventuell auch, damit die zuständigen Entscheidungsträger nicht selbst die sicher nicht schlecht dotierten eigenen Jobs als überflüssig erachten müssen. Einer der ‚Bösewichter‘ und Dauerrivale des DGV ist wohl Heinz Wolters, der nunmehr das Drei Thermen Golfresort in Bad Bellingen betreibt. Was Herr Wolters sagt, hat einen so hohen Wahrheitsgehalt, dass es keiner hören will. In diesem Zusammenhang verweise ich gern auf seine Website und im Speziellen auf das Thema ‚Das Trojanische Pferd der Mitgliederentwicklung’ (in Deutschland).

Zu viele Eigengewächse – zu wenig echte Neulinge

Kinder von schon langjährigen Golfern sind es meist, die in den Jugendsparten der Golfclubs anzutreffen sind. Es ist ganz und gar nicht verwerflich, dass Eltern oder Großeltern ihre Nachkömmlinge an den Golfsport heranführen, wenn bei denen auch der Spaß an der Sache erkennbar ist. Klappt das ohne Drängen oder Zwang, sondern aus eigenem Antrieb: perfekt. Doch trotz etlicher Bemühungen wie etwa der im Jahr 2001 gestarteten Kampagne „play golf – start living“, damals sogar ausgezeichnet mit dem Deutschen PR-Preis in Bronze und heute in etwas anderer Form unter „play golf – have fun“ (www.playgolf.de) fortgeführt, sind es einfach zu wenige Menschen, die sich langfristig für das Erlebnis „Golf“ begeistern lassen.

Wer sich einmal die Werdegänge einiger jüngerer guter Amateur- und Berufsgolfer(innnen) ansieht, die auf den einschlägigen Profitouren oder oberen deutschen Golfligen aktiv sind, wird schnell feststellen, dass sie aus den auffällig oft immer gleichen in Deutschland hoch angesehenen und fördernden Golfclubs stammen – und werden den hier einleitenden Passus bestätigt sehen: Es sind fast durchgehend Kinder oder Enkel von eingefleischten Golfern, die damit schon seit der Kindheit verbunden waren. Es gab oder gibt regelmäßige Umfragen in der Bevölkerung, wie hoch denn das Interesse sei, eventuell mit dem Golfspiel zu beginnen. Laut der Verbände verbirgt sich im Volke eine immense Zahl an Menschen, die zu gern damit anfangen würde. Doch, wo sind diese ganzen Interessenten? Auf den Plätzen habe ich sie, zumindest offensichtlich, noch nicht getroffen …

Stetes Interesse der Publikumsmedien: Fehlanzeige!

Was bleibt bei der nicht golfaffinen Bevölkerung kurzzeitig (!) hängen, wenn es sich in den Medien um Golf dreht? Tiger Woods ist ein untreues Sexmonster, die finanziell sowie erstmal grundsätzlich fein gestellten Golfanlagen werden sogar von einer EEG-Umlage befreit, ein gewisser und vorher völlig unbekannter Deutscher namens Martin Kaymer siegt bei einem Major-Turnier (was auch immer das sein mag) oder Europas Spitzen-Golferinnen gewinnen sehr deutlich den Solheim Cup in den USA.

Ohne, dass mir Zahlen vorliegen, ist wohl davon auszugehen, dass ein Nicht-Golfer kaum Special Interest-Websites wie etwa golf.de, Golf Post oder Golf Time besuchen wird, um sich zu informieren. Wieso auch, wenn das Thema an sich nicht interessant oder gar beinahe wunderlich ist. In den breitbandigen großen Online-Magazinen kommt Golf meist nur in Gestalt eines bekannten vierrädrigen Großserienproduktes vor.

Und auch deshalb bekommt niemand etwas mit – von der theoretisch schönen Golflandschaft Deutschland. Erst recht nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, denn um die Profis bei Golfturnieren sehen zu können bleibt nur ein nicht ganz billiges Abo eines globaler agierenden, großen Pay TV-Senders …

Eines noch, liebe passionierte Golfer: Macht euch nichts vor wie auch ich es nicht tue. Wir „leben“ in unserer kleinen Golfwelt – auf den Golfplätzen, den kontextbezogenen Websites und Golfforen im Internet, am Fernsehgerät, in Shoppingportalen der Golfequipmentanbieter, beim zweiten und dritten Fachboden im heimischen Kleiderschrank, dem Clubaufkleber am Heck des Autos, in Gesprächen auf den Clubhausterrassen dieser Welt mit einem für Nicht-Golfer unverständlichen Sprachwortschatz. Wir sind wir, lassen uns diese Erlebnisse nicht nehmen und genießen jeden Moment. Jeder andere, der mit unserem Hobby nichts anfangen kann, wird wohl laufend nur den Kopf schütteln und nichts verstehen. Aber, das macht uns nichts aus …

Hinweis: Der obige Text ist aus rein subjektiver Sicht des Verfassers erstellt worden und soll natürlich kein unabänderliches Dogma darstellen. Es wurde nur versucht, einen relativ kurzen Abriss über die aktuelle Situation des Golfsports in Deutschland – in Fragmenten – abzubilden. Andere Meinungen sind willkommen, Kommentare natürlich ebenso. Vielen Dank!




Fotos: Thomas Klages
Abbildung Dresscode: Woodlands GC, Victoria (AU) – used with permission

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http://www.amateurgolfer.info/2017/12/06/golf-in-deutschland-und-immer-schoen-regeln/feed/ 6
Golfkalender 2018 von PAR in Maxi und Mini http://www.amateurgolfer.info/2017/11/06/golfkalender-2018-von-par-in-maxi-und-mini/ Mon, 06 Nov 2017 09:20:11 +0000 http://www.amateurgolfer.info/?p=2542
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Kaum zu glauben, aber es ist schon wieder ein Golfjahr um! Und gerade dieses Jahr 2017 war speziell, denn das fast durchgehend so wechselhafte Wetter in Deutschland machte längerfristige Planungen eher nicht unbedingt einfacher. Umso schöner, dass der golfende Fotograf des Verlages PAR aus Moringen es trotzdem schaffte, uns mit seinen exzellenten Bildern ausgewählter Golfplätze von seinen kreativen Touren durch Deutschland wieder einen neuen Golfkalender für das Jahr 2018 zu bescheren. Und damit nicht gleich alle der wohl unzähligen Golfplatzfotos im PAR-Schreibtisch auf Festplatten einstauben, bekam der bekannte Wandkalender im Maxi-Format nun zusätzlich einen kompakten Ableger im Kleinformat.

Klassiker unter den Golfkalendern bekommt Zuwachs

Für den neuen Kalender Golf 2018 – Deutschlands schönste Golfplätze scheute der Fotograf Ralph Dörnte keine Mühen, vom südlichsten in Deutschland besuchten Golfclub Oberstaufen-Steibis in den Allgäuer Alpen unweit des Bodensees bis hinauf in den Norden zum Gut Altenhof an der Eckernförder Bucht zu fahren. Natürlich sammelte er dabei nicht nur ausgesuchte Golfplätze direkt am Wegesrand auf, sondern bereiste zielgerichtet viele Plätze, die er schon selbst im Fokus hatte oder vorgeschlagen bekam. So durfte in der Bildersammlung etwa der neue und außergewöhnlich gestaltete Platz des Hofgut Georgenthal (Taunus) genauso wenig fehlen wie auch mal nicht so bekannte Plätze wie der Golfclub am Meer Bad Zwischenahn im Ammerland Golf-Resort. Ein Abstecher nach Frankreich zum schönen Parkland-Course Golf du Rhin sei ausnahmsweise erlaubt …

Der Golfkalender 2018 - immer wieder ein optischer Genuss und Aufheller des Alltags für Golfer

Der Golfkalender 2018 – immer wieder ein optischer Genuss und Aufheller des Alltags für Golfer

Diese Philosophie, Golfplätze jeder architektonischen Richtung und geografischen Lage im Golfkalender für Deutschland vorzustellen, soll die Betrachter motivieren, doch einmal herumzureisen. Um sich gleich besser informieren zu können, ist am Ende des großen Wandkalenders im bekannten Großformat 62 x 42 Zentimetern wieder eine Sammlung an Infokarten zu den abgebildeten Clubs zu finden. Und als guter Golfer findet Ralph Dörnte hier die richtigen Worte, in diesen heraustrennbaren Karten seine eigene lockere Platzbeschreibung samt weiterer Fakten zu komprimieren.

Der schon im Vorjahr optisch ansprechend überarbeitete Kalender zeigt auch 2018 wieder die wichtigsten Profiturniere auf einen Blick, Feiertage sowie die Kalenderwochen. Als praktische Zusatzinfo befindet sich auf jedem Kalenderblatt, neben der Angabe zum Platz samt Spielbahn, eine kleine Übersichtskarte Deutschlands, in der ein kleiner Punkt die Lage des abgebildeten Platz markiert – zur besseren Planung.

Die Qualität des Kalenders in seiner nun schon 18. Ausgabe ist, wie immer, über jegliche Kritik erhaben. Stabilität der Aufhängung sowie scharfe und kontrastreiche Fotos auf schmeichelnder Oberfläche gedruckt macht so manches Bild zu schade, um es am Ende des Jahres einfach wegzuwerfen. Wie schon im letzten Jahr bekommt der Käufer indirekt sogar noch zwei weitere Kalender hinzu: Auf einem Zusatzblatt befindet sich ein kleiner Aufstellkalender zum Heraustrennen sowie noch ein größerer Jahresplaner, auf dem sich bequem alle anstehenden Termine des Jahres eintragen lassen – darin kann sich dann auch der Rest der Familie einbringen.

Und wie nun schon seit Jahren fast üblich, finden sich auf der Internetseite der Verlages wieder der kostenlose Bildschirmschoner mit Motiven der Plätze des aktuellen Golfkalenders, jeden Monat neue Hintergrundbilder für den Computerbildschirm in verschiedenen Formaten mit oder ohne Kalendarium.

Ganz neu erhält der große Panoramakalender nun noch einen Ableger im quadratischen Kleinformat der Größe 21 x 21 Zentimeter: der Mini-Golf 2018. Als kleiner Wandkalender oder mit dem ausklappbaren Standfuß aufgestellt kann der Kalenderfan nun noch weitere ausgesuchte Fotos des Hauptkalenders von Ralph Dörnte genießen – oder, wer sich denn doch trennen kann, die kompakte Ausführung als recht preiswertes Geschenk nutzen.

Golfkalender 2018 - im üppigen Panoramaformat und nun auch als Mini-Golfkalender

Golfkalender 2018 – im üppigen Panoramaformat und nun auch als Mini-Golfkalender

Eine Übersicht aller Blätter aus dem großen wie auch kleinen Kalender des Jahres sind auf der Website des Verlages zu finden.

Wie immer kann der Kalender zum Preis von 29,90 Euro inklusive des Versands auf Rechnung über die Website www.golfkalender.de direkt beim Verlag PAR (Telefon: 05554-995 94 28, Fax: 05554-995 94 29) bestellt – oder auch herkömmlich im Buchhandel (ISBN: 978-3981357073) wie auch Online erworben werden.

Wer nun gleich zwei Kalender direkt beim Verlag bestellt, erhält diese versandkostenfrei für dann nur 27,50 Euro pro Exemplar zugesandt – auch eine gute Geschenkoption!

Der kleine Kalender Mini-Golf 2018 jedoch ist nur direkt vom PAR-Verlag zu beziehen und kostet sparsame 7,50 Euro. Als Kalender-Duo, zusammen mit dem großen Kalender, ist der Mini-Golf 2018 für nur 34 Euro (statt 37,40 Euro) erhältlich. Eine nette Kombination zum gerechtfertigten Preis.

Text: Thomas Klages, Abbildungen: Verlag PAR

amgolfers BLOGzine wurde obiger Kalender zur Ansicht zur Verfügung gestellt. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte ich ihn aus jahrelanger Überzeugung wieder auf herkömmliche Art gekauft. Vielen Dank an den Verlag.

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FootGolf Algarve – Fußbälle und große Löcher http://www.amateurgolfer.info/2017/10/08/footgolf-algarve-fussbaelle-und-grosse-loecher/ Sun, 08 Oct 2017 16:46:53 +0000 http://www.amateurgolfer.info/?p=2526
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Die touristisch beliebte portugiesische Algarve, eine stets sonnenverwöhnte Küste im Südwesten Europas, bietet seit Frühjahr ein neues Highlight. Zwischen Faro und Vilamoura, nahe südlich des Ortes Almancil, eröffnete um Ostern 2017 die erste autarke Foot Golf-Anlage als Bestandteil des Algarve Tennis and Fitness Clubs. Nun können sich hier Golfer wie auch Nicht-Golfer ungezwungen darin messen, wer mit einem Fußball ausgerüstet die wenigsten Schüsse in überdimensionale Golflöcher benötigt – Spaß garantiert.

Golf ohne Schläger als Freizeitvergnügen für alle

Aufwendig integriertes künstliches Grün im Areal von ATF

Aufwendig integriertes künstliches Grün im Areal von ATF

Sehr beliebt wie auch verbreitet und weiterhin aufstrebend ist der Trend des Hybrid-Sports Foot Golf, einer Mischung aus Golf und Fußball, in Großbritannien und Irland.

Es wird mit einem normalen Fußball auf einem realen oder extra angelegtem kleineren Golfplatz vom Abschlag (kick off tee) einer Spielbahn in Richtung des Grüns geschossen, wo sich – wie beim echten Golfspiel – eine Fahne samt hier sehr großem Loch befindet. Auf den oft 9- oder 18-Loch Foot Golf-Anlagen, die extra für diesen Zweck erbaut wurden, gibt es natürlich auch Par 3-, Par 4- und Par 5-Spielbahnen wie beim traditionellen Golfsport.

Große Pluspunkte des Foot Golf: Kein langwieriges Erlernen der komplizierten Abläufe eines Golfschwungs beim Pro, außer eines Fußballs ist keinerlei Equipment nötig, es kann normale (auch sommerliche) Freizeitkleidung getragen werden, eine Runde Foot Golf ist zeitlich sehr überschaubar, die Spielgebühr ist niedrig – und einen Ball zu treten gelingt irgendwie fast jedem. Also beste Voraussetzungen für den Freizeitspaß zwischendurch, so auch perfekt geeignet für Familien mit Kindern oder Gruppen.

Foot Golf als sportliche Urlaubsbeschäftigung

Golfen mit dem Fußball in schöner Umgebung

Golfen mit dem Fußball in schöner Umgebung

Wer die Algarve als ambitionierter Golfspieler kennt, weiss auch um die weithin bekannten und ausgezeichneten Golfplätze in den Resorts Vale do Lobo und Quinta do Lago, die vom Algarve Tennis and Fitness Club (ATF) nur einen Steinwurf entfernt liegen. Der ATF bietet neben seinem umfangreichen Sportportfolio wie Tennis samt Akademie, Schwimmen, Petanque oder Fitness in allen Varianten nun auch einen 9-Loch Foot Golf-Platz mit dem Namen Desert Pines.

Der Name ist schon sehr treffend gewählt, denn dieses kompakte Golfareal liegt eingebettet in die an der Algarve so typischen Pinien, Bäume und Büsche – und zwischen Abstoßfläche und den Zielgrüns ist es sandig. Die Umsetzung und Planung, auf den bisher hier ungenutzten Flächen einen Foot Golf-Platz zu erschaffen, wurde keinem Geringeren als Howard Swan, einem renommierten Golfplatzarchitekten der britischen Firma Swan Golf Designs (SGD), übertragen. Die neun Spielbahnen weisen Längen von jeweils nur 35 bis knapp 100 Meter auf, Grüns und Tees sind absichtlich aus künstlichem Gras angelegt worden. Dadurch konnte der Pflegeaufwand deutlichst reduziert und die Strapazierfähigkeit erhöht werden.

Wer nun diese sehr ungezwungene Variante des Golfsport ausprobieren möchte, zahlt im ATF in der Hauptsaison (April bis Oktober) für 9 Löcher als Erwachsener 9 Euro, für 18 Löcher 13 Euro. Für Kinder, als Familie oder in der Nebensaison wird es günstiger. Der Fußball kann für einen Euro ausgeliehen werden – oder wird einfach selbst mitgebracht.

Weitere Informationen zum Algarve Tennis and Fitness Club sind (in englischer Sprache) unter dem folgenden Link zu finden: www.algarvetennisandfitness.com

Fußballgolf in Deutschland

Da nicht jeder seinen Urlaub an der portugiesischen Algarve verbringt, kann sich bei Interesse an dieser bodenständig spaßigen Variante des Golfspiels auch in Deutschland damit vergnügen. Über die Republik verteilt gibt es doch schon einige Fußballgolf-Anlagen, die vor Ort nicht selten mit anderen Freizeitaktivitäten verknüpft sind. Eine übersichtliche Landkarte zeigt auf, wo solche Anlagen zu finden sind – und ob die Anfahrt dorthin vielleicht gar nicht so weit ist: Link zur Karte – Fußballgolfanlagen in Deutschland

Die Website www.fussballgolfen.de enthält zwar etliche Infos, doch weitaus aktueller scheint die dazugehörige Facebook-Fanseite zu sein, die laufend über zahlreiche Events berichtet oder darauf verweist.

Text: Thomas Klages, Fotos: ATF, photos by courtesy of ATF (Almancil, PT)

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Golf im Georgenthal: Wilde Taunus-Landschaft http://www.amateurgolfer.info/2017/06/29/golfplatz-im-georgenthal-wilde-taunus-landschaft/ http://www.amateurgolfer.info/2017/06/29/golfplatz-im-georgenthal-wilde-taunus-landschaft/#respond Thu, 29 Jun 2017 16:42:43 +0000 http://www.amateurgolfer.info/?p=2467
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Etwas versteckt liegt das Hofgut Georgenthal, zwischen Limburg und Wiesbaden, in der Gemeinde Hohenstein im hügeligen Untertaunus ja schon – aber es gibt Schilder. Doch gerade das macht es wohl aus, sich hier ganz abgeschieden vom Trubel des täglichen Tuns auszuruhen, zu entspannen – oder eben Golf spielen zu wollen. Hinein in ein von viel Grün und Wald umrahmtes Tal entwarf das Düsseldorfer Architekturbüro um Platzdesigner Christian Althaus ein neues Schmuckstück von Golfplatz, der Neugier weckt und seinen ganz eigenen Charme versprüht.

Malen nach Zahlen ist so viel einfacher als Golfplatzbau

Allein schon der Anblick der im Mai 2016 komplett eröffneten 18 Löcher weckt sofort die Lust, hier spielen zu müssen. Wem es nicht so geht, kann nur Nicht-Golfer sein. Am tiefsten Punkt des trichterförmigen Areals wartet das Vier-Sterne Superior Hotel Hofgut Georgenthal als geschichtsträchtige Basis auf seine Golfpilger, die den neuen Platz erforschen wollen. Die Rezeption des Golfclubs mitsamt Proshop ist in einem ehemaligen Pferdestall im Innenhof untergebracht – natürlich schick, modern, freundlich und völlig ohne den Geruch von altem Stroh.

Der Gedanke, das schon 1692 erbaute historische Hofgut mit einem Golfplatz zu umrahmen, der garantiert nicht langweilig und gar nicht im Mainstream-Stil angelegt sein sollte, kam von der Geschäftsführerin Brita Hankammer. Als Tochter von Heinz Hankammer, dem Gründer der bekannten Trinkwasserfilterfirma Brita mit Basis im nahen Taunusstein, wurde ihr Vorname auch zur Firmenbezeichnung.

Wer sich etwas ältere Fotos des Geländes um das Hofgut ansieht, erkennt nur seicht ansteigende Wiesen und Felder, auf den Anhöhen eingerahmt von Wäldern. Vor vielen Jahren war einmal geplant, auf dem Römersberg gegenüber des Hofgutes eine Abfalldeponie zu bauen. Glücklicherweise wurde daraus zum Schluß nichts. Heinz Hankammer hätte sonst sicher nicht die Umsetzung seines Jugendtraumes verwirklicht, das Hofgut Georgenthal zu kaufen und daraus ein luxuriöses Hotel zu erschaffen.

In der Übersicht: Gesamtes Areal und Platzlayout des Hofgutes Georgenthal - by Althaus Golfdesign

In der Übersicht: Gesamtes Areal und Platzlayout des Hofgutes Georgenthal – by Althaus Golfdesign

Und nun kommt diese Entwicklung auch den Fans des sportlichen Golfspiels zugute. Es gehört schon viel Fantasie, Einfallsreichtum und Mut dazu, auf diesen Schrägen einen Golfplatz zu erbauen. Und viel Arbeit, und viel Geld. Dem gefragten Architekten Christian Althaus (www.althausgolfdesign.de) standen nur rund 65 Hektar Gesamtfläche zur Verfügung. Nein, eigentlich sogar noch sehr viel weniger. Das gleicht für sonst mit großzügigen Ländereien als Planungsfundus verwöhnte Golfplatz-Designer in etwa dem Vorhaben, eine komplette Villeroy&Boch Badeinrichtung optisch wertig und sehr ansprechend in der Nische einer kleinen 1-Zimmer Appartementwohnung unterzubringen.

Für die final angedachten 18 Spielbahnen waren dann real nur 47 Hektar verfügbar, die nach den optimistischen Wünschen des damaligen Golfmanagers unbedingt auch einen kompakten Par 3-Platz, einen Pitchbereich, zwei große Puttinggrüns und eine üppige Driving Range beinhalten sollten. „Very nice to have“ und eine echte Aufwertung, aber eben raumfressend. Althaus blieb also nicht viel übrig, als sich marternde Gedanken um den Verlauf und die Linienführung der Fairways zu machen und musste sie irgendwie in das vorgegebene Korsett der geringen Fläche einpassen. Ein, wenn auch kürzerer, Par 70-Platz mit Championship-Ambitionen und alleingestelltem Layout sollte es denn aber trotzdem sein – und spannend dazu.

Platzbau und Planung mit Tücken

Das ehemalige, schlichte Ackerland wurde mit wirklich viel Aufwand in die Kontur geformt, wie es des Designers Masterplan vorgab. Berücksichtigt werden musste zusätzlich noch der unterirdische Verlauf mehrerer Pipelines, die grobe Geländebewegungen teils unterbunden hatten.

Besonders wichtig war es auch, den Obergermanisch-Raetischen Limes als Grenze des Römischen Reiches, der mit dem Status als UNESCO-Weltkulturerbe mitten durch das Gelände führt, auch optische Berücksichtigung finden zu lassen. Viele schwere Aufgaben, die es zu bewältigen galt. Und einer der beteiligten Platz-Shaper wie der weltweit renommierte Mark Turner, der auch mit im Boot war, schob mit seinen gesammelten Erfahrungen reichlich Boden hin und her.

Diesen Ausblick gibt es nicht ohne Arbeit: Das Grün der schwierigen Bahn 3 (Par 4) ist erst nach 377 Metern mit 35 m Höhenunterschied vom Tee erreicht

Diesen Ausblick gibt es nicht ohne Arbeit: Das Grün der schwierigen Bahn 3 (Par 4) ist erst nach 377 Metern mit 35 m Höhenunterschied vom Tee erreicht

Aber auch der allseits zu beachtende und gewünschte Naturschutz samt der opulenten Ressourcen, die zur Bewässerung eines Golfplatzes eben so nötig sind, brachten die Planer ins Grübeln. So wurden entgegen der Prämisse von Althaus gleich acht Wasserhindernisse integriert, die auch als Wasserspeicher dienen – und nötigenfalls über eine kostenintensiv gebaute Wasserleitung aus Holzhausen wieder befüllt werden könnten. Die satten Grüns und Spielbahnen sind also das Resultat aus der Bewässerung nur mit Boden- und Brauchwasser mittels einer modernen Beregnungsanlage mit über 600 Regnern: vorbildlich! Und damit die Spielsaison auch wirklich lange dauern kann, wurde – ganz wie in Schottland Usus – die wetterresistente Grassorte Festuca eingesät, die auch größtenteils ohne Pflanzenschutzmittel und Dünger auskommt. Schon bei meinem Besuch Ende April, trotz der Monate andauernden Kälte, waren alle nicht gerade langsamen Grüns und die Fairways in einem beneidenswert guten Zustand.

Auch fanden umfangreiche Renaturierungen auf dem Gelände statt, um der Natur etwas zurückzugeben. Obwohl das schon eher ein Bonus-Upgrade ist, denn vorher waren hier nur Äcker und Wiesen zu finden. So etwa wurden die schlichten Entwässerungsgräben wieder zu mäandernden, natürlichen Bachläufen geformt, die den Platz durchqueren. Und neben den Spielbahnen gab es neue großflächige Anpflanzungen von Magerrasenwiesen, die weder gewässert noch gedüngt werden müssen – sie wachsen einfach vor sich hin. Auch rund hundert heimische Streuobstbäume fanden hier auf mehreren Flächen einen neuen Lebensraum. Und die verarbeiteten Früchte gibt es dann im Hofladen des Hotels.

Total Recall: Jede Bahn im Kopf

Charakterzüge der Back-Nine in mehreren Ebenen und schmalen Fairways, gesehen vom 17. Abschlag mit der finalen Bahn 18 links vom Teich

Charakterzüge der Back-Nine in mehreren Ebenen und schmalen Fairways, gesehen vom 17. Abschlag mit der finalen Bahn 18 links vom Teich

Hier, auf dem Golfplatz um das Hofgut Georgenthal, spielt niemand durch gemein einengende Baumreihen wie beim klassischen Parkland-Design üblich. Aber auch ein wirklicher Links-Course weit entfernt der nächsten rauhen Meeresküste ist es hier im Taunus nicht, obwohl schon einige typische Merkmale Integration fanden.

Die Magerrasenwiesen mit ihren dünnen, hohen Halmen in den Schrägen und neben den Fairways haben etwas Mystisches, wenn sie sich im Wind wogen – und auch mal Bälle verschlucken! Althaus und den Shapern sind fast plan und eben verlaufende Fairways wohl ein Graus, was sie dazu brachte, allen Spielbahnen richtig wellige Oberflächen zu spendieren. Im Morgenlicht und der Abendsonne sieht das richtig toll und gar nicht langweilig aus. Nachteil: Da sehr viele der Bahnen auch noch Schräglagen aufweisen, wird häufiger ein Ball eben nicht dort zur Ruhe kommen, wo er nach dem Schlag vermutet wird – und sucht sich egoistisch seinen Weg ohne Rücksicht auf die dann folgenden Schwierigkeiten beim Weiterspiel. Kullert die Kugel gar in die bei einigen Bahnen mit Schiefergestein durchsetzten Schrägen neben der Spiellinie, droht eine Extraaufgabe, hier weiterzukommen.

Der gesamte Platz zeigt sich – absichtlich! – im Gewand einer etwas rauhen, teils kargen und etwas wilden Naturlandschaft. Und er gibt sich optisch viel naturbelassener als manch anderer geschniegelte Golfhotel-Kurs, auf dem die zahlenden Gäste keine schlechte Laune beim Spiel gebrauchen können und auch nicht haben wollen. Wer will denn schon in einem der vom Architekten stets passig platzierten 60 Bunker liegen, die mit hellem und butterweichem Sand gefüllt sind, aber so unartig zerzaust bewachsene Ränder haben?

Einigen wir uns von der gesamten Charakteristik des Golfplatzes Hofgut Georgenthal her also auf den Begriff «Links-ähnlich» … das passt.

Sich nach dem Spiel im virtuellen Clubhaus, der großen Kaminlounge inmitten des Hotels, oder auf der schön gemütlichen Hofterrasse über die Runde auszutauschen hat Althaus leicht gemacht. Sogar jetzt könnte ich mir jede der 18 Spielbahnen in Erinnerung rufen. Ziel erreicht, denn wo gibt es das sonst schon? Auch die bis zu 35 Meter Höhenunterschied pro Loch, bei dieser Geländestruktur fast zwangsläufig, bieten schöne Ausblicke und noch mehr Challenge beim Spiel.

Der Nebeneffekt, nach den drei Par 5-, zehn Par 4- und fünf Par 3-Spielbahnen ist, dass man den Par 70-Platz unbedingt nochmals bespielen möchte. Und nochmal, aber wieder anders und doch etwas strategischer durchdacht. Fair ist es, jedem Spieler mehrere Möglichkeiten zu bieten, das ersehnte Grün zu erreichen. Wer mutig ist und das entsprechende Spielpotential hat, schlägt den zweiten Schlag auch mal blind diagonal über eine Bunkeransammlung zum (eher selten) nicht sichtbaren Grün: Risk-and-Reward – klappt es, folgt die Belohnung. Vorsichtigere Spieler dagegen wählen den alternativen Weg drumherum. Es ist auf diesem Platz, bis auf Ausnahmen, sowieso nicht zwingend, andauernd einen Driver aus dem Bag zu ziehen. Eine zurückhaltendere Schlägerwahl kann durchaus weniger Dilemma-Momente zur Folge haben, wobei auch die Fairways querenden Entwässerungsgräben und an die Grüns angedockten Teiche scheinbar magnetische Wirkungen zeigen. Und üppig breit wie Autobahnen sind die welligen Fairways hier fast nie, sodass seitliche Abweichungen der Ballflugbahn schnell dazu führen, dass die Kugel ins seitliche Nirvana springt, sich hinterlistig im hohen Gras versteckt oder gar unspielbar in einer Steinansammlung liegt. Es ist also bestimmt kein Nachteil, sich für die Runde ein paar Bälle mehr einzustecken.

Einmal erreicht, beginnt das große Grübeln auf den Grüns. Die überwiegend nicht gerade winzigen Grüns haben bei ihrer Geburt alle sehr ausgeprägte Ondulierungen und Stufungen mit auf den Weg bekommen. Diese bewegten Oberflächen bereiten mit ihren Mehrfachbreaks wiederholt Kopfzerbrechen bei der Wahl der besten Puttlinie – schnurgerade Putts gibt es hier eigentlich nie. Zumindest aber machen es die sehr gepflegten Oberflächen etwas leichter.

Weitschweifender Ausblick vom Tee 13 über das untenliegende Grün und Hofgut auf die gegenüber aufsteigende Flanke des Platzes mit den Bahnen 3 bis 6

Weitschweifender Ausblick vom Tee 13 über das untenliegende Grün und Hofgut auf die gegenüber aufsteigende Flanke des Platzes mit den Bahnen 3 bis 6

Auf dem Golfplatz Georgenthal muss es niemandem peinlich sein, womöglich als Weichei dazustehen, statt Tragebag oder Trolley eines der nun brandneuen Carts mit GPS-Ausrüstung zu nutzen. Durch das stete Auf und Ab, besonders spürbar auf den ersten neun Löchern, ziehen sich die insgesamt 5.431 Meter (Herren: gelb) gefühlt wie Kaugummi und nagen doch etwas an der Kondition. Richtig gut werden die Spielbahnen auf einem großen Display in den neuen Carts dargestellt, denn die wurden aus eigenen Luftaufnahmen gerendert – realistischer geht es kaum. Und die 30 Euro Nutzungsgebühr pro Runde halten sich im Rahmen.

Viel Raum für Schwungübungen

Rund 420 Mitglieder (Stand: 04.2017) hat der Club in relativ kurzer Zeit schon für das Golfen im Georgenthal begeistern können, die nur zu geringem Anteil aus den umliegenden kleinen Orten stammen. Und damit sich die vielen Novizen sich auch ordentlich auf das Spiel auf dem „großen Platz” vorbereiten können, stehen wirklich gute Übungseinrichtungen zur Verfügung.

Rückwärtiger Blick über den 10. Abschlag zum Himalaya-Grün und dem Übungsbereich mit Driving Range

Rückwärtiger Blick über den 10. Abschlag zum Himalaya-Grün und dem Übungsbereich mit Driving Range

Die auch optisch schön angelegte Driving Range mit zum Wald hin aufsteigendem Ende bietet viele längenmarkierte Zielgrüns und Bunker, eine richtig breite und gut zur Landschaft passende Abschlaghütte macht das Training auch bei unschönem Wetter möglich. Mir als Hasser von eher nicht praxisnahen Abschlagmatten gefiel die üppige seitliche Zone, von denen auf Echt-Gras abgeschlagen werden konnte. Drängeleien wird es hier selten geben. Kleines Highlight: Hier wird nicht mit ordinären, gefühllosen und harten Standard-Rangebällen trainiert. Der Ballautomat spuckt nur nagelneue, schöne, gelbe Titleist Rangebälle aus. Einen Haken hat die Sache, denn als Folge daraus wurde die Benutzung von gelben Bällen auf dem Platz verboten. Mir gefällt so etwas nicht, denn deshalb, weil einige wenige „Smartgolfer” meinen, mit Rangebällen auch auf die Runde zu gehen, müssen andere unter dieser Regelung leiden (wenn sie denn lieber bunt spielen würden). Über dieses Thema schrieb ich schon vor Jahren an anderer Stelle einen Artikel .

Weiterhin bietet die Golfschule unter Headpro Richard Nömeier zahlreiche Kurse und Möglichkeiten für den Einstieg oder den Feinschliff für Fortgeschrittene an. Selbst weiter üben lässt es sich gut auf dem 3-Loch Par 3-Platz oder dem daneben liegen Pitchbereich mitsamt Bunker. Auch, wenn ein Putting Grün wohl ausreichen würde – im GC des Hofgutes gibt es gleich zwei davon. Eines davon trägt den Namen Himalaya Grün, in Anlehnung an das riesige mit Buckeln gespickte Putting Green in St. Andrews neben dem Old Course, und lässt es aufgrund der Größe zu, dass sich hier viele Spieler gleichzeitig an der stark ondulierten Oberfläche versuchen können. Nicht verkehrt, denn die Grüns auf dem Platz benötigen beim Putten auch viel Vorstellungskraft.

Greenfee & Co. – passt schon

Gastspieler werden im GC Hofgut Georgenthal nicht mit den nunmehr verbreiteten Greenfee-Aufschlägen bezogen auf fragwürdige Ausweiskennzeichnungen gequält, sondern eben freundlich als Gastspieler empfangen. Das 18-Loch Greenfee liegt wochentags bei 70 Euro, an Wochenenden und Feiertagen bei 90 Euro. Wer nur 9 Löcher spielen möchte oder kann, zahlt nur exakt die Hälfte – auch das ist nicht überall üblich. Zugegeben ist die Höhe des Greenfees kein Pappenstiel, doch erwartet den Gast hier ein top gepflegter Golfplatz, der ganz und gar nicht langweilig, sondern wirklich außergewöhnlich gestaltet ist.

Neben dem Eingang zur Clubrezeption prangt ein Golfern wohl nicht unbekanntes Schild, das den Golfclub als 5-Sterne Anlage ausweist. Dies ist für Gäste ein sehr guter Anhaltspunkt für den eingehaltenen Kriterienkatalog des BVGA (Bundesverband Golfanlagen), aber doch nur das Kennzeichen der Mitgliedschaft in einer Marketingkooperation (www.golfsterne.de). Wer also eine sehr gut geführte und bestens gepflegte Golfanlage besucht, die dieses Label nicht trägt, bedeutet es nicht automatisch, dass diese Anlage deshalb schlechter einzustufen wäre.

Über die Website des Hofgutes können Startzeiten auch just-in-time und direkt gebucht werden – das gefällt. Gäste des Hotels erhalten Nachlässe auf die Spielgebühren.

Stilvolles Wohnen im historischen Hofgut

Am tiefsten Punkt des offenen Geländes zwischen den aufsteigend umgebenden Golfbahnen liegt das Hotel Hofgut Georgenthal, das sich treffenderweise der Vereinigung Hotels auf dem Golfplatz (www.hotelsaufdemgolfplatz.com) angeschlossen hat – mehr Nähe zum Abschlag geht ja nun kaum.

Das im 17. Jahrhundert als Zehnthof erbaute Hofgut am Limes wurde Mitte der 90er Jahre durch die Familie Hankammer erworben und in aufwendiger Weise zu einem richtig anheimelnden Wohlfühl-Hotel umgebaut. Mit nur 40 gediegen eingerichteten Zimmern in mehreren Varianten, etlichen modernen Tagungsräumen, der großen und lichtdurchfluteten Kaminlounge als zentraler Gastronomie mit schönem Barbereich samt Raucherlounge im Wintergartenstil als auch Außenbewirtung zum Innenhof macht das sehr gepflegte Haus etwas her. Ein Touch der langen Geschichte schwingt hier überall mit. Es wurde eine gute Mixtur aus dem Charme der alten, aber frischen Gemäuer gepaart mit einer harmonisch gestalteten Inneneinrichtung gefunden, die einladend ist. Gewählte naturnahe Materialien stehen in schönem Einklang mit dem restlichen Interieur, Skulpturen und verteilt alte Stücke des täglichen Lebens aus der langen Vergangenheit des Hofgutes setzen Akzente, ohne dass es gekünstelt wirken würde. So wurde hier der Spagat aus aktueller Moderne und Erhaltung der Ursprünglichkeit perfekt gemeistert.

Torbogen zum Innenhof, im linken Trakt das Restaurant Giorgios samt Terrasse

Torbogen zum Innenhof, im linken Trakt das Restaurant Giorgios samt Terrasse

Wer sich gern auf die Pfade der Geschichte dieser Region begeben möchte, ist hier genau richtig. Nur 240 Meter südlich des Hofgutes lag die Grenze des Römischen Reiches, das sich vor 2000 Jahren über Europa, Asien und Afrika erstreckte. Und diese Grenze, die schon in der Antike Limes genannt wurde, verlief auch durch den Taunus und trennte die Mittelmeerwelt von der Welt der Germanen. In einem Trakt des Hotels hat Hofgut-Besitzer Heinz Hankammer auf eigene Kosten das Museum Limes im Hofgut – Regionalmuseum Rheingau Taunus eingerichtet und schon im Oktober 2005 eröffnet. Hier können originale archäologische Funde, informative Texte sowie großformatige Bilder und Landkarten mit Hintergründen als Veranschaulichung der Römerzeit täglich von 9 bis 21 Uhr betrachtet werden. Als Ergänzung für Wanderfreudige gibt es einen Rundweg zum Limes, der unmittelbar vor dem Tor des Hofgutes beginnt und dort auf großen Tafeln erläutert wird.

Wohlbefinden in Gastronomie und im Spa-Bereich

Oben das gemütliche Interieur des Restaurants Giorgios, unten die luftige Einrichtung der Kaminlounge

Oben das gemütliche Interieur des Restaurants Giorgios, unten die luftige Einrichtung der Kaminlounge

Im sehr sauberen, üppig dimensionierten Wellnessbereich des Hotels findet der Gast einen Indoor-Pool mit Ausgang zur Liegewiese, Sauna und auch einen Fitnessraum. Für die Schönheitspflege wartet das Clarins Beauty Spa, dem Körper Gutes zu tun und Entspannung bieten die Massage-Angebote geschulter Mitarbeiter.

Die zentral im Gebäude gelegene großzügige Kaminlounge ist ein Wandlungskünstler: Am Morgen wird hier in Buffetform das Frühstück serviert und lässt dabei gleich Blicke durch die großen Fensterfronten auf den Golfplatz zu. In der Mittagszeit können recht preiswert kleine Gerichte und Snacks aus der Tageskarte geordert werden, wie etwa auch die Haus-Currywurst (die gut geschmeckt hat). Clubmitglieder treffen sich hier an ihrem Stammtisch – golfende Gäste aber ebenso, denn ein autarkes Clubhaus existiert nicht. Zum Abend hin findet erneut ein kleiner Umbau statt, weil die Räumlichkeiten dann als Barbereich mit vielen Sitzmöglichkeiten zum Ausklang des Tages einladen.

Nach Golfen, Relaxen, arbeiten, Wandern oder Radfahren sollte auch die Kulinarik nicht zu kurz kommen. Mathias Finkler, als junger sympathischer Küchenchef des Restaurants Giorgios, empfängt die Gäste des Hauses mit seiner kreativen und jahreszeitlich passenden Speisenauswahl. Das Restaurant ist rustikal gemütlich eingerichtet und lädt auch zum längeren Verweilen ein – bei schönem Wetter ist die zugehörige Terrasse mit Ausblicken auf den Golfplatz eine perfekte Option. Aus der gut sortierten Weinkarte war der Primitivo di Manduria 2013 nicht nur mein Favorit, sondern auch der von Geschäftsführerin Brita Hankammer. Neugierige können sich die jeweils aktuelle Speise- und Weinkarte auch auf der Website des Hofgut Georgenthal schon vorab ansehen. Zum Abschluss des Essens gehört wohl, das ist fast eine Pflicht, einer der von der Familie Finkler aus eigenem Anbau erzeugten Obstbrände dazu – wer denn alle Sorten durchprobiert, die Hotelzimmer sind ja nicht weit entfernt …

Raus aus dem Alltagsstress: Ruhe ist angesagt

Im Innenhof bietet die Kaminlounge gemütliche Sitzmöglichkeiten, dazu auch eine windgeschützt verglaste Raucher-Lounge

Das Hofgut liegt gefühlt abgeschieden im Taunus, ist aber trotzdessen verkehrstechnisch gut angebunden und recht schnell erreichbar. Von Frankfurt/Main, Wiesbaden oder Mainz, Darmstadt oder auch dem südlichen Ruhrgebiet sind die Fahrstrecken dorthin überschaubar. Aber natürlich lohnt auch eine weitere Anreise, denn wer Ruhe in schöner Umgebung sucht und gar den neuen Golfplatz erleben möchte, ist hier richtig. Das Hotel bietet über die Website zahlreiche Auszeiten an, die thematische Schwerpunkte haben.

So beinhaltet das Paket Golf-Auszeit das, was eine kurze Golfreise rund macht:
Zwei Übernachtungen im DZ mit schönem Frühstück in der Kaminlounge, zwei Greenfees auf dem 18-Loch Platz, Leihtrolleys, Rangebälle und sogar Rundenverpflegungen (Lunchpakete).

Wer mehr Zeit hat oder sie sich nehmen kann, wählt das Paket Golfen von Montag bis Freitag: Unbegrenztes Spiel auf dem Platz (mit vier Lunchpaketen), Leihtrolleys, Rangebälle, vier Übernachtungen mit Frühstück und an einem Tag das Vier-Gang-Genießermenü im Giorgios.

Die Auswahl an Arrangements – wie etwa einem Platzreifekurs oder auch mal ganz ohne Golf – ist noch reichhaltiger und kann direkt auf der Website des Hofgutes zum Best Price gebucht werden. Deshalb sollen hier keine Preise angeführt werden, da sie variieren können. Gute und weitergehende Informationen zum Thema Golf im Georgenthal sind ebenfalls zu finden unter www.hofgut-georgenthal.de .

Golfplatz Georgenthal: Must play?!

Anfangs war ich mir nicht ganz sicher, ob sich meine recht weite Anreise aus Norddeutschland in den Taunus lohnen würde. Nun kann und muss ich sagen: Es wäre fast ein Verlust gewesen, wenn ich das schmucke Hofgut und diesen außergewöhnlichen neuen Golfplatz Georgenthal nicht kennengelernt hätte. Eindrücke, Meinungen oder gar Wertungen zu Hotels oder über Golfplätze sind immer äußerst subjektiv geprägt. Jeder setzt andere Prioritäten oder hegt bestimmte Erwartungen und Wünsche. Und es mag auch Golfer geben, die mir nicht beipflichten würden, wenn ich meine, dass dieser neue Platz mit diesem sportiven Layout eine Bereicherung für die deutsche Golflandschaft ist. In meinen Augen ist er es aber wahrlich.

Gut gemacht, Team Althaus Golfdesign. Und einen großen Dank an die Familie Hankammer, den wirklich aufwendigen wie kostenintensiven Bau solch eines Platzes in diese fast tückische Topografie bis zum Finale so engagiert umgesetzt zu haben – trotz mehrerer Fallstricke auf dem Weg dorthin.

In einem Gespräch mit den netten Damen am Empfang wurde mir von einem Hotelgast berichtet, der meinte: „Das ist aber ein schöner Golfplatz! Wann ist der denn fertig?“

Zu dem Zeitpunkt war der Platz aber schon fertig! – und das alles muss so aussehen. Eben sehr naturnah und mitunter etwas wild …


Text: Thomas Klages, Fotos: Th. Klages und Hofgut Georgenthal, Grafik: Althaus GolfdesignKlick - für diesen Golfplatz ist auf amateurgolfer.info ein Monitor-Hintergrundbild verfügbar

(Dieser Besuch wurde mir vom Hofgut Georgenthal im Rahmen einer Einladung ermöglicht. Der obige Text ist aber unbeeinflusst dessen ein Abbild meiner persönlichen Eindrücke und Meinungen.)

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